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Vorfeldimpressionen am Flughafen München © FMG

Beim Genehmigungsverfahren für den Bau der umstrittenen dritten Start- und Landebahn am Münchner Flughafen drückt die Regierung von Oberbayern jetzt aufs Tempo. Im Planfeststellungsverfahren für die zusätzliche Startbahn soll es nach dem Willen der Bezirksregierung keine weiteren Erörterungstermine mehr geben. Es seien keine neuen fachlichen oder planerischen Aspekte mehr zu erwarten, die eine neuerliche Erörterung notwendig machen würden, teilte die Behörde am Donnerstag mit.

Nach Einschätzung der Bezirksregierung bestehen auch bei einer weiteren Erörterung keine Chancen auf eine Einigung in fundamentalen Streitfragen wie der Lärmproblematik. Das zuständige Luftamt habe im vergangenen halben Jahr fast 25.000 Einwendungen gegen den geplanten Bau der dritten Startbahn geprüft. Dennoch habe sich keine Veränderung der zentralen Planungs- und Beurteilungsgrundlagen für das Projekt ergeben, teilte die Regierung weiter mit.

Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) sagte, mit dem Verzicht auf weitere Erörterungen sei es möglich, «das Planfeststellungsverfahren in einem zeitlich angemessenen Zeitraum voranzubringen».

Die Ausbaugegner reagierten mit scharfer Kritik auf die Entscheidung. Sie wollen am Freitag gegen das Vorgehen der Behörde demonstrieren. Seehofer betonte, er setze weiterhin auf den Dialog mit den Gegnern des Projekts.