Industrie & Technik Air-France-A380-Ende, Airbus-Produktionsausbau, Swiss A320 Neo

Das wöchentliche airliners.de-Luftfahrttechnik-Briefing. Dieses Mal unter anderem mit dem "ersten Letztflug" einer Air-France-A380, dem Ausbau der Airbus-Kapazitäten in Finkenwerder und Nordamerika und den ersten A320 Neo für Swiss.

A380 von Air France in Dresden © Dresden Airport / Michael Weimer

Jour fixe auf airliners.de: Immer samstags präsentieren wir die wichtigsten Meldungen der Woche aus den Bereichen Luftfahrtindustrie, MRO und Technik. Alle aktuellen Themen-Briefings finden Sie immer auf unserer Übersichtsseite.

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Industrie

Der erste von Air France ausgemusterte Airbus A380 ist zur Demontage ins irische Kork überführt worden. Zuvor war das gerade einmal zehn Jahre alte Flugzeug in Dresden ausgeschlachtet worden, berichtet "Simple Flying". Air France/KLM plant für die vorzeitige Ausflottung der A380 rund 126 Millionen Euro Kosten ein.

Airbus baut die Fertigungskapazitäten für die A321 XLR im Werk in Hamburg-Finkenwerder aus. Auch in Toulouse soll die A321 mit deutlich erhöhter Reichweite gebaut werden. In drei Jahren sollen die ersten Modelle von Band laufen. Weiterlesen

Airbus-Chef Guillaume Faury hat auf einem Besuch im kanadischen A220-Werk in Mirabel angekündigt, bis zu einer Milliarde Euro in den Ausbau der Produktion des von Bombardier übernommenen Mittelstreckenjets zu investieren. Die Auslieferungsraten sowohl in Kanada als auch am US-Standort Mobile würden ausgeweitet, berichtet "Reuters".

© dpa, Urs Flueeler Lesen Sie auch: Swiss übernimmt ersten Airbus A320 Neo

Im US-Bundesstaat Washington ist ein Gesetz zur Beseitigung von Steuernachlässen für Konzerne wie Boeing auf den Weg gebracht worden. Hintergrund sind die Entscheidungen der Welthandelsorganisation (WTO) im Streit mit Airbus. Weiterlesen

Die USA erhöhen Strafzölle auf Airbus-Flugzeuge von zehn auf 15 Prozent. Der Flugzeugbauer plant Gespräche mit US-Kunden, um die Folgen zu lindern. Dabei sind die meisten Maschinen von den Strafen ausgenommen. Weiterlesen

Embraer hat im vergangenen Jahr insgesamt 198 Flugzeuge ausgeliefert. Das geht aus der jetzt veröffentlichten Statistik des brasilianischen Herstellers hervor. Auf Verkehrsflugzeuge entfallen 89 Auslieferungen: 67 Embraer E175, fünf E190 und drei E195 sowie jeweils sieben der neuen E190 und E195-E2-Versionen wurden an Kunden übergeben.

© Max Bögl, Lesen Sie auch: Münchner Flughafen wird Testfeld für Magnetschwebebahn

Forschung und Entwicklung

Bislang ist Rolls-Royce die einzige Option für den neuen Airbus A330 Neo. Laut "Bloomberg" spricht Airbus nun aber mit General Electric über eine Antriebsalternative. GEnx-Triebwerke hängen unter der Boeing 787.

Der Flughafen Mönchengladbach wird Testgebiet für Flugtaxis. Eine entsprechende Förderzusage über 2,6 Millionen Euro hat jetzt das Bundesverkehrsministerium gegeben. Wie die "Rheinische Post" schreibt, geht es um das Projekt Skycap, das unter Leitung der FH Aachen entwickelt wird.

Der Logistik-Riese DB Schenker steigt bei dem Flugtaxi-Hersteller Volocopter ein. Ziel der Investitionen ist laut DB Schenker die Entwicklung von Drohnen zur Auslieferung von Paketen. Aber auch die Zertifizierung der Flugtaxis soll vorangetrieben werden. Weiterlesen

Die EU-Kommission hat das Luftfahrtforschungsprogramm LuFo der Bundesregierung genehmigt. Das teilte das Bundeswirtschaftsministerium mit. Damit sei der Weg frei für die weitere Förderung von Forschungs- und Entwicklungsprojekten. Für 2020 ist das Förderprogramm mit rund 172 Millionen Euro ausgestattet. Hinzu kommen 15 Millionen Euro pro Jahr aus dem neuen Energie- und Klimafonds der Bundesregierung.

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt hat ein neues Flugzeug. Jetzt ist die Falcon 2000LX "ISTAR" in die Flotte am Standort Braunschweig übergeben worden. Erforscht werden sollen damit unter anderem Flugeigenschaften neuer Flugzeugentwürfe. Weiterlesen Foto: © DLR

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat gemeinsam mit dem Bauhaus Luftfahrt analysiert, welche Potenziale es für hybrid-elektrische 19-Sitzer gibt. Elektrische Antriebe sind demnach für kurze Distanzen bis 350 Kilometer sinnvoll, teilte das DLR mit. Künftig könnten mittelgroße Städte so angebunden werden.

MRO

Bei der Wartung noch nicht ausgelieferter Boeing 737 Max sind Fremdkörper in den Treibstofftanks aufgefallen. Jetzt leitet der Konzern interne Untersuchungen ein. Auf den Zeitplan für die Wiederzulassung sollen die Funde keine Auswirkung haben. Weiterlesen

Lufthansa Technik nutzt in ihren Hamburger Komponentenwerkstätten ab sofort ein neues Verfahren zur Instandhaltung von Flugzeug-Feuerlöschern. Dabei kann das Löschmittel Halon während der gesamten Inspektion im Druckbehälter verbleiben, teilte das Unternehmen jetzt mit. Die aufwändige Handhabung des umweltschädlichen Löschmittels entfalle dadurch.

SAS hat eine bestehende Vereinbarung zur Komponentenversorgung ihrer Flotte mit der Lufthansa Technik vorzeitig verlängert und erweitert. Im Rahmen des neuen Vertrages mit einer Laufzeit bis Dezember 2026 wird Lufthansa Technik eine integrierte Materialversorgung für die gesamte Boeing- und Airbus-Flotte der Fluggesellschaft einschließlich ihrer neuen Airbus A350 bereitstellen.

Collins Aerospace Systems und Lufthansa Technik haben eine Lizenzvereinbarung über Wartungs- und Reparaturdientsleistungen (MRO) für Triebwerksgondeln des Airbus A320 Neo abgeschlossen. Das teilte Lufthansa Technik mit. Collins ist Originalteilehersteller der Triebwerksgondel für den Getriebefan PW1100G, von dem bereits 1100 bei in der A320-Neo-Familie verbaut sind.

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Von: airliners.de

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