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Golf-Airlines drängen auf mehr Reichweite Aufschub für einige A350-Versionen?

Zwei Varianten des Airbus A350 XWB könnten zwei Jahre später ausgeliefert werden, als ursprünglich geplant. Wie die französische Wirtschaftszeitung "La Tribune" berichtet, will der europäische Flugzeugbauer auf leistungsstärkere Triebwerke warten. Die Version A350-900 XWB soll aber weiterhin ab der zweiten Jahreshälfte 2013 ausgeliefert werden.

Airbus A350 XWB © Airbus 2009

Der europäische Flugzeugbauer Airbus will zwei Versionen seines neuen High-Tech-Fliegers A350 nach einem Medienbericht zwei Jahre später als geplant ausliefern. Dadurch könnten auf Kundenwunsch geplante neue Triebwerke von Rolls Royce eingebaut werden, berichtete die französische Wirtschaftszeitung "La Tribune" (Freitagausgabe). Sie würden die Leistung des Jets steigern. Ein Airbus-Sprecher wollte den Bericht weder dementieren noch bestätigen, stellte aber Informationen dazu auf der weltgrößten Luftfahrtmesse in Le Bourget (20. bis 26. Juni) in Aussicht. Am Auslieferungstermin der ersten A350-Version in der zweiten Hälfte 2013 werde festgehalten.

Dabei handelt es sich um die A350-900 mit 314 Sitzen, für die nach den Angaben von "La Tribune" 359 Bestellungen vorliegen. Die Versionen A350-800 (270 Sitze) und A350-1000 (350 Sitze) werden nach den Informationen des Blattes nun statt 2014 und 2015 zwei Jahre später an die Kunden ausgeliefert.

Für die 1000-er Version der A350 liegen bisher mit Ausnahme der koreanischen Asiana Airlines (10 Bestellungen) nur Bestellungen von arabischen Golf-Airlines wie Etihad (25), Emirates (20) und Qatar Airlines (20) vor.

Vor allem diese arabischen Kunden hätten den Wunsch geäußert, die Auslieferung der leistungsstärkeren Trent-Triebwerke von Rolls Royce abzuwarten, die die Reichweite der A350-1000 um rund 750 Kilometer auf dann 15.556 Kilometer vergrößern dürften.

Von: dpa-AFX

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