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ATR-Chef Stéphane Mayer © dpa

Der Turboprophersteller ATR hat im Krisenjahr 2009 den Rekordumsatz des Vorjahres mit 1,4 Milliarden Euro leicht übertroffen. Die Zahl der ausgelieferten Flugzeuge sei um eins auf 54 gesunken, teilte ATR am Montag in Paris mit. 40 Flugzeuge wurden neu bestellt, unter anderem von Air Nostrum und Royal Air Maroc. Im Vorjahr hatte ATR Aufträge für 42 Maschinen entgegen genommen.

Damit wurden bisher 1000 ATR verkauft. Wegen der hohen Treibstoffpreise verdrängen moderne Turboprops zunehmend die im Betrieb teureren Regionaljets. In den vergangenen fünf Jahren betrug der Marktanteil der Turboprops 60 Prozent.

Für die kommenden 20 Jahre erwartet ATR einen Markt für 2700 Flugzeuge der ATR-Klasse (50 bis 74 Sitze). Im Juli 2009 startete die erste ATR 72-600, die mit stärkeren Triebwerken ausgestattet ist, zu ihrem Jungfernflug. Die Erstauslieferung ist für 2011 geplant.

ATR gehört je zur Hälfte dem Airbus-Konzern EADS und der italienischen Alenia Aeronautica. 150 Fluggesellschaften aus 80 Staaten setzten ATR-Flugzeuge ein. Im «schwierigen Jahr» 2010 wolle ATR Umsatz und Produktion stabil halten, sagte Unternehmenschef Stéphane Mayer. ATR hat noch 136 Flugzeuge im Auftragsbuch und beschäftigt derzeit 870 Mitarbeiter.