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Wirtschaft & Finanzen Airline-Insolvenzen, Coronavirus-Verluste, US-Strafzölle

Das wöchentliche airliners.de-Wirtschafts-Briefing. Diesmal mit der Fortschreitenden Konsolidierung, den internationalen Auswirkungen des Coronavirus und der amerikanischen Strafzölle-Erhöhung, die mitten in der Boeing-Krise auf Airbus zielt.

Atlasglobal hat den Flugbetrieb eingestellt © Air Team Images

Die Themen-Briefings auf airliners.de: Immer dienstags präsentieren wir die wichtigsten Meldungen der Woche aus den Bereichen Luftverkehrswirtschaft und Finanzen. Alle aktuellen Themen-Briefings finden Sie immer auf unserer Übersichtsseite.

Konsolidierung schreitet voran

Der Ferienflieger Atlasglobal ist insolvent und hat den Flugbetrieb endgültig eingestellt. Die zuvor als Atlasjet unterwegs gewesene türkische Airline war bereits im vergangenen Jahr für einige Tage am Boden geblieben. So gut wie alle Flugzeuge gingen im Anschluss bereits an die Leasinggeber zurück.

Bereits am Dienstag hatte Air Italy mitgeteilt, dass der Flugbetrieb eingestellt und die Airline aufgelöst werde. Qatar Airways hält 49 Prozent der Anteile und soll sogar bereit gewesen sein, mehr Geld in die bankrotte Airline zu investieren. Ihr Angebot sei aber von den anderen Aktionären ausgeschlagen worden. Über die Gründe berichtet Flight Global.

Ob damit potenzielle A220-Kunden wegfallen braucht Bombardier nicht mehr kümmern. Die Kanadier sind dringend auf finanzielle Entlastung angewiesen und werden ihre verbleibenden Anteile am A220-Programm an Airbus und den kanadischen Staat verkaufen. Der Airbus-Anteil steigt damit auf 75 Prozent. Die Europäer haben mit dem Jet viel vor. Weiterlesen

Zahlen und Daten

Während die Konkurrenz in der Krise steckt, konnte Airbus im vergangenen Jahr oftmals gute Nachrichten verkünden und legt in den Bilanz-Kennzahlen zu - außer beim Nettoergebnis. Das rutscht sogar ins Minus. Weiterlesen

Tui meldet für das Geschäftsquartal einen stark gestiegenen operativen Verlust. Dennoch blickt der Reisekonzern optimistisch in die Zukunft. Man rechnet mit steigenden Marktanteilen und einer Entschädigung von Boeing für die fehlenden 737 Max. Weiterlesen

Ob Tuifly auf der touristischen Langstrecke ab Deutschland eine feste Größe sein kann, wird sich zeigen. Die Konkurrenz investiert jedenfalls auch. Nach der Übernahme der kommerziellen und strategischen Verantwortung der Eurowings-Langstrecke durch Lufthansa bekommen alle Maschinen eine Business-Class. Bisher flog nur ein Teil der A330-Flotte mit der Premiumklasse. Weiterlesen

© Tuifly, Lesen Sie auch: Tuifly setzt auf Galistair als Wet-Lease-Partner

Auch bei Austrian zieht der Kranich die Zügel an. Auf dem verordneten Weg zur Profitabilität wird Austrian Airlines knapp ein Drittel aller Führungspositionen streichen. Betroffene Mitarbeiter sollen sich auf andere Stellen im Konzern bewerben. Weiterlesen

Coronavirus belastst

Der Coronavirus-Ausbruch in China beschäftigt die ganze Branche. Laut Icao wird das Virus die internationale Luftfahrt Milliarden kosten. Derzeit hätten rund 70 Airlines alle Verbindungen nach China ausgesetzt. Die Auswirkungen könnten größer werden als bei Sars. Weiterlesen

Die chinesischen Behörden haben Airbus derweil die Genehmigungen für die Produktion im Werk in Tianjin wieder erteilt, teilte der Flugzeugbauer in Toulouse mit. Die Endmontage in China könne nun trotz der Coronavirus-Epidemie schrittweise wieder hochfahren. Dabei würden alle geltenden Gesundheits- und Sicherheitsvorschriften erfüllt. Dies habe weiterhin höchste Priorität.

Ein verlangsamtes Wachstum im Luftverkehr würde immerhin zur derzeitigen Boeing-Perfomance passen. Die Verkehrsflugzeugsparte hat im Januar keine einzige neue Bestellung verbuchen können und lieferte nur 13 Maschinen aus. Das teilte der US-Hersteller mit. Airbus erhielt derweil 274 Aufträge für neue Verkehrsjets.

Visualisierung des Airbus A321 XLR Foto: © Airbus

"Auftragsboom sei Dank" baut der Hersteller nun die Fertigungskapazitäten für die A321 XLR im Werk in Hamburg-Finkenwerder aus. Auch in Toulouse soll die A321 mit deutlich erhöhter Reichweite gebaut werden. In drei Jahren sollen die ersten Modelle vom Band laufen. Weiterlesen

Jetzt erhöhen die USA zunächst einmal die Strafzölle auf Airbus-Flugzeuge von zehn auf 15 Prozent. Der Flugzeugbauer plant Gespräche mit US-Kunden, um die Folgen zu lindern. Dabei sind die meisten Maschinen von den Strafen ausgenommen. Weiterlesen

Von: airliners.de

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