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Antrittsgruß für den neuen Chef

Eurowings verkauft im Bordbistro jetzt auch Döner. Unser Kolumnist Karl Born fragt sich, ob es da einen Zusammenhang mit dem Chefwechsel bei der Airline gibt, denn der neue CEO kommt vom deutsch-türkischen Ferienflieger Sunexpress.

Montage: airliners.de © Adobe Stock; Privat

So macht man sich beim neuen Chef gleich beliebt. Zum 1. März bekommt Eurowings mit Jens Bischof einen neuen CEO. Bischoff kommt von Sunexpress, dem türkisch-deutschen Joint Venture von Turkish Airlines und Lufthansa. Und nur kurze Zeit davor führt Eurowings den deutsch-türkischen Kultsnack Döner als Bordverpflegung ein. Diese Schleimrunde geht klar an das aktuelle Eurowings-Management.

Aber, und diese Frage kommt einem sofort in den Sinn, ist Döner an Bord eines Flugzeuges wirklich eine gute Idee? Der so eigene Geruch eines Döners hat ihn bislang nicht gerade zum Liebling in Massenverkehrsmitteln werden lassen. Und mit mal kurz durchlüften ist es in ein paar tausend Meter Höhe auch nicht so einfach. Gesehen haben die Eurowings-Macher dieses Problem anscheinend auch, deshalb soll es den Eurowings-Döner auch ohne Zwiebeln und ohne Knoblauch geben. Wie bitte? Und das soll immer noch ein Döner sein?

Und, ist bei der Döner Bestellung der Zusatz "mit alles" und "mit scharf" nicht Teil des Kultes? Mal abgesehen davon, dass einem beim Abschneiden vom Spieß vor Vorfreude das Wasser im Munde zusammen läuft. Aber Spieß an Bord, leider nicht darstellbar. Kurzum, die Freude über dieses neue Angebot hält sich etwas in Grenzen.

Leider ist auch der Preis für diesen Kultsnack in der Luft nicht vergleichbar mit dem gewohnten Preis für den Döner an der Straßenecke. Allerdings habe ich zur Ehrenrettung von Eurowings so einen Verdacht. Ist es am Boden schon nicht immer so einfach, einen Döner "unfallfrei" zu sich zu nehmen, so könnte man sich vorstellen, dass dies Bord eines Flugzeuges angesichts der Enge und eventuell unerwarteter Turbulenzen potenziell als gefährlich in Bezug auf Sitzpolster oder Sitznachbar erweisen könnte.

Insofern darf man annehmen, dass im Preis von sechs Euro entsprechende Reinigungskosten schon einkalkuliert sind. Als Running Gag könnte sich die Frage etablieren: Wie erkenne ich im Flughafengebäude unter den ankommenden Passagieren jene von Eurowings?

Kommen jetzt die Spuktüten zurück?

Keine Ahnung warum mir gerade jetzt einfällt, hat Eurowings die angekündigte Reduzierung der Spuktüten an Bord wirklich umgesetzt?

Eigentlich wollte ich heute eine Kolumne zum bevorstehenden Valentinstag schreiben. Leider ist mir gerade keine Airline eingefallen, der man Blumen (wenn auch nur virtuell) schenken möchte. Vielleicht nächstes Jahr.

Über den Autor

In seiner Reihe "Die Born-Ansage" veröffentlicht der ehemalige Condor-Vertriebschef, Tui-Vorstand und Touristik-Honorarprofessor Karl Born auf airliners.de Kolumnen zum aktuellen Geschehen in der Luftverkehrswirtschaft.

Professor Karl BornAls Redner auf Führungskräfte- und Verbandstagungen ist Karl Born in der ganzen Welt unterwegs. Als "Querdenker der Reisebranche" für seine "Bissigen Bemerkungen" ausgezeichnet, nimmt der ehemalige Airline- und Touristikmanager auch in Sachen Luftverkehr kein Blatt vor den Mund. Kontakt

Von: Karl Born für airliners.de Jetzt Gastautor werden

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