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Neue Deutschlandroute ANA stellt Expansionspläne vor

Die japanische ANA hat ihre Strategie für das kommende Geschäftsjahr 2010/11 vorgestellt. Trotz verhaltener Konjunkturprognosen setzt die Airline auf Expansion und richtet unter anderem eine neue Route nach Deutschland ein.

ANA-Maschinen © AirTeamImages.com

Das Star-Alliance-Mitglied ANA startet im Sommer eine neue Strecke nach Deutschland. Ab 1. Juli will die japanische Airline den Flughafen Tokio-Narita mit München verbinden. Die Strecke wird, ebenso wie die bestehende Frankfurt-Route, mit einer Boeing 777-300ER bedient.

Die Strecke wurde bislang nur im Codeshare mit Lufthansa bedient. Die Ankündigung einer zweiten eigenen Deutschland-Strecke ist laut ANA Teil des „Corporate Plans“ für das kommende Geschäftsjahr, der am Mittwoch in Tokio veröffentlicht wurde.

Expansion bei verhaltener Konjunktur

Die Fluggesellschaft rechnet darin nur mit einer sehr verhaltenen Erholung der Konjunktur. Dennoch sieht ANA einen positiven Trend. 2010 steht daher für den Star Alliance Partner im Zeichen der Expansion. Insgesamt plant die Airline eine leichte Reduktion der Inlandsflüge um 1,4 Prozent. Auf internationalen Strecken will ANA 14,8 Prozent mehr Flüge anbieten, im Bereich Fracht strebt sie einen Ausbau um 30,2 Prozent an. Damit reagiert ANA auf die Ankündigungen der finanziell angeschlagenen JAL, die im Zuge des Insolvenzverfahrens ihr internationales Streckennetzes deutlich verkleinern muss.

Flottenausbau

Im kommenden Geschäftsjahr 2010/11 stehen zudem auch erhebliche Investitionen in die Flotte an. So werden drei Boeing 747-400 ausgemustert und gegen vier neue Boeing 777-300ER ersetzt. Bis Ende März 2011 sollen acht Boeing 787 ausgeliefert sein. Ferner kommen fünf neue Boeing 767-300ER zur Flotte hinzu, zwei Frachtflugzeuge desselben Typs, fünf Boeing 737-800 und ein Bombardier DHC8-Q400. Abgegeben werden ein Airbus A320, zwei Boeing 767-300ER und eine Boeing 737-500. Unter dem Strich wächst die ANA-Flotte also um 18 Flugzeuge im Vergleich zum laufenden Geschäftsjahr.

Neue Routen und mehr Frequenzen in Asien

Neben der neuen Verbindung nach München will ANA stark in Asien expandieren. So wird die Zahl der wöchentlichen Flüge von Tokio/Narita nach Ho-Chi-Minh-Stadt, Shenyang, Hangzhou und Qingdao erhöht.

Und auch am stadtnahen Flughafen Haneda, der in der Hauptsache Inlandsverbindungen vorbehalten ist, will ANA international wachsen: Die Einführung einer neuen Verbindung nach Taipeh gehört zu den Vorhaben im kommenden Geschäftsjahr, ebenso wie Frequenzaufstockungen bei Flügen nach Seoul, Shanghai und Peking. Zusätzlich wird an der Einführung nächtlicher Flüge an die Westküste der Vereinigten Staaten gearbeitet.

Dual-Hub in Tokio

ANA verfolgt das Ziel, ein Dual-Hub-System an den beiden Metropolenflughäfen Narita und Haneda einzuführen. Damit würde immer mehr Umsteigern zwischen internationalen und nationalen Verbindungen der Wechsel des Flughafens erspart.

Ein weiterer Punkt im „Corporate Plan“ ist die Umstrukturierung der Verkehre am Flughafen Kansai bei Osaka. Dort will ANA Frequenzen streichen.

Von: airliners.de mit ANA

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