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Ampelsystem soll pauschale Reisewarnung ersetzen

Wenn am 30. September die pauschale Corona-Reisewarnung endet, soll es im Anschluss ein Ampelsystem geben. Problematisch ist die Erfassung der Covid-19-Fälle in den einzelnen Regionen.

Passagiere gehen durch den Flughafen Tunis-Carthage. © dpa / Jdidi Wassim/SOPA Images via ZUMA Wire

Die pauschale Reiswarnung für den größten Teil der Welt wird am 30. September enden. Das Auswärtige Amt hat den Mitgliedern des Tourismusausschusses des Bundestags nun die Pläne für den neuen Umgang mit Reisewarnungen vom 1. Oktober an erläutert, berichtet die "FVW".

Ersetzt werden soll die pauschale Reisewarnung demnach durch ein Ampelsystem, ähnlich der Corona-Ampel für die einzelnen Regionen in Deutschland. Ob die Ampel in der Lage ist, die Reiseregionen wirklich differenziert zu betrachten, ist derweil fraglich. Laut "FVW" wird die Datenlage in den jeweiligen Ländern als problematisch betrachtet, da viele Staaten keine regional differenzierten Zahlen an Neuinfektionen erfassen würden. Stattdessen würden diese Zahlen lediglich für ein ganzes Land ausgewiesen.

Rot: Ländern und Regionen, die vom Robert-Koch-Institut (RKI) als Risikogebiete ausgewiesen werden, sollen künftig "rot" markiert werden. In diesen Gebieten besteht laut RKI ein erhöhtes Risiko für eine Infektion mit SARS-CoV-2. Derzeit gilt das für 125 der weltweit etwa 200 Staaten. Außerdem unterliegen Reiserückkehrer Quarantänepflichten.

Gelb: Länder und Regionen, in denen die Virussituation zwar gut ist, es jedoch für deutsche Urlauber Einreisebeschränkungen gibt. Dazu zählen unter anderem Quarantänepflichten. Die Bundesregierung rät von Reisen in diese Regionen ab.

Grün: Länder und Regionen, die aus medizinischer Sicht als überwiegend unbedenklich gelten und kein hohes Infektionsgeschehen aufweisen sowie deutschen Staatsbürgern ohne spezielle Einreisebstimmungen offenstehen. Dazu zählen neben den meisten EU-Ländern und Staaten des assoziierten Schengen-Raums aktuell 38 zusätzliche Länder.

Von: br

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