American Airlines kann sich umfangreich Liquidität sichern

Der US-Carrier American Airlines braucht dringend Liquidität. Die Ausgabe neuer Aktien und Anleihen soll bis zu zwei Milliarden Dollar bringen. Deutlich mehr als geplant.

Flugzeuge der American Airlines stehen in Miami an den Gates. © AirTeamImages.com / Steven Marquez

Die angeschlagene US-Fluggesellschaft American Airlines kann sich Kreisen zufolge mehr Geld am Kapitalmarkt besorgen als zunächst gedacht. Über den Verkauf von Aktien und Wandelanleihen kann sich die Airline zwei Milliarden US-Dollar (1,8 Milliarden Euro) beschaffen, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Dienstag unter Berufung auf Personen mit Kenntnis von den Transaktionen. Das Unternehmen wollte sich dazu nicht äußern. Am Wochenende war noch von 1,5 Milliarden Dollar mit beiden Kapitalmaßnahmen die Rede gewesen.

Den Bloomberg-Informationen zufolge sollen die Aktien für 13,50 Dollar je Stück verkauft werden und so eine Milliarde Dollar erlöst werden. Zu diesem Preis erhalten Anleger die Papiere mit einem Abschlag von 9,5 Prozent zum Schlusskurs am Montag. Der Rest der Eigenkapitalspritze soll über eine Wandelanleihe mit dem Volumen von einer Milliarde Dollar kommen. Außerdem wolle American Airlines, die bereits die am höchsten verschuldete große US-Fluggesellschaft ist, rund 1,5 Milliarden Dollar über Hochzinsanleihen ins Haus holen und sich eine weitere Kreditlinie über 500 Millionen Dollar sichern.

© dpa, Tom Gilbert/Tulsa World Lesen Sie auch: American Airlines plant umfangreiche Stellenstreichungen

American Airlines ist durch die Corona-Krise kräftig unter Druck geraten. Der Umsatz dürfte in den drei Monaten bis Ende Juni im Vergleich zum Vorjahr um rund 90 Prozent einknicken, hieß es zuletzt. Damit wird auch im zweiten Quartal wohl ein hoher Verlust anfallen, nachdem das Unternehmen mit Sitz im texanischen Fort Worth Anfang 2020 seinen ersten Quartalsverlust seit der Rückkehr aus der Insolvenz im Jahr 2013 gemeldet hatte

Von: dk, dpa

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