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Flugzeuge der American Airlines stehen auf dem Pittsburgh International Airport. © dpa / Gene J. Puskar/AP

Die US-Fluggesellschaft American Airlines will sich in der Corona-Krise erneut frisches Geld von Anlegern besorgen. Geplant sei die Ausgabe von bis zu 38,5 Millionen neuen Aktien, teilte das Unternehmen am Dienstag am Firmensitz im texanischen Fort Worth mit.

Berichten zufolge will der Konzern die Papiere zum Stückpreis von 13 Dollar losschlagen - 20 Cent unter dem Nasdaq-Schlusskurs vom Montag. Damit dürften der Airline rund 500 Millionen US-Dollar (421 Millionen Euro) zufließen. Die Bank of America, die die Kapitalerhöhung managt, soll weitere knapp 5,8 Millionen Aktien zeichnen können.

Der weitgehende Geschäftsausfall infolge der Corona-Pandemie hat auch Fluggesellschaften in den USA in eine Existenzkrise gebracht. American Airlines hatte sich daher schon im Juni 1,5 Milliarden Dollar von Anlegern besorgt, je zur Hälfte mithilfe neuer Aktien und Wandelanleihen.

American Airlines mit 2,4 Milliardenverlust im dritten Quartal

Im dritten Quartal verbuchte das Unternehmen infolge der Pandemie allerdings einen Verlust von 2,4 Milliarden US-Dollar (zwei Milliarden Euro). Zigtausende Mitarbeiter drohen ihre Jobs zu verlieren - auch weil ein Hilfsprogramm der US-Regierung für die Branche Ende September ausgelaufen ist.

Die Bekanntgabe der neuerliche Kapitalmaßnahme bei American Airlines erfolgt einen Tag nach positiven Nachrichten zu einem möglichen Corona-Impfstoff. Die Fortschritte bei der Impfstoffentwicklung verbessern auch die Geschäftsaussichten für Fluggesellschaften.

Sobald größere Teile der Bevölkerung gegen das neuartige Coronavirus geimpft sind, könnten die Menschen das Vertrauen in Flugreisen zurückgewinnen, so die Hoffnung