Verletzte nach Rückenwind-Landung American-737 überschießt Runway auf Jamaika

Eine Boeing 737-800 der American Airlines ist am Dienstagabend bei der Landung auf dem Flughafen von Kingston auf Jamaika über die Bahn geschossen und in mehrere Teile zerbrochen. Dabei wurden 44 Passagiere verletzt.

Eine Boeing 737-800 der American Airlines überschoss die Landebahn in Kingston © dpa

Bei einer missglückten Landung einer Boeing 737-800 (Registrierung N977AN) der American Airlines auf dem Norman Manley International Airport in Kingston/Jamaika sind am am Dienstag (Ortszeit) nach Medienberichten 44 Menschen verletzt worden, vier davon schwer.

Nach Angaben des "Aviation Herald" landete die aus Miami kommende Maschine offenbar mit Rückenwind auf der 4.067 Meter langen Runway 12 in Kingston. Nur diese Landerichtung der Runway 12/30 ist mit einem Instrumentenlandesystem ausgestattet. Der Wind kam allerdings zum Unfallzeitraum mit acht bis elf Knoten aus entgegengesetzter Richtung (320 Grad).

Die Maschine überschoss bei der Unglückslandung die Piste 12, durchbrach die Flughafenumzäunung, rutschte über eine Straße und zerbrach in mehrere Teile, bevor sie nur einige Meter vor dem Meer auf dem Strand zum Stillstand kam. Die Evakuierung der 148 Passagiere und acht Besatzungsmitgleidern verlief problemlos.

Zum Zeitpunkt des Unglücks gingen am Flughafen starke Regenfälle nieder. Die METAR-Daten zeigen Instrumentenflug-Bedingungen am Platz. (MKJP 230300Z 32008KT 3000 +SHRA BKN014 FEW016CB SCT030 BKN100 21/20 Q1014 RETSRA)

Von: airliners.de mit AFP

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