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Regierung will keine schärferen Beschäftigungsvorgaben für Lufthansa

Das Bundeswirtschaftsministerium will auch vor dem Hintergrund des angekündigten massiven Jobabbaus bei Lufthansa keine neuen Auflagen zur Bedingung für Staatshilfen machen. Der Staat schaffe Rahmenbedingungen, nicht einzelne Arbeitsplätze.

Lufthansa-Mitarbeiterinnen und Fluggast © Lufthansa / Oliver Roesler

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hat Forderungen nach schärferen Vorgaben im Lufthansa-Rettungspaket zum Schutz der Beschäftigten zurückgewiesen.

Es sei nicht Aufgabe von Regierungen, Unternehmen "am grünen Tisch vorzuschreiben, wie sie Entscheidungen gestalten sollen", sagte Altmaier am Freitag in Berlin. Die Politik müsse vielmehr dafür sorgen, dass Unternehmen "überleben und möglichst viele Arbeitsplätze erhalten und schaffen können".

Die Lufthansa erwägt wegen des drastischen Einbruchs in der Corona-Krise den Abbau von 22.000 Vollzeitstellen, die Hälfte davon in Deutschland. Linke und Grüne kritisieren, dass die Bundesregierung dem Konzern im neun Milliarden schweren Rettungspaket keine harten Vorgaben macht, um möglichst viele Arbeitsplätze zu retten.

© Lufthansa, Lesen Sie auch: Lufthansa muss 22.000 Vollzeitstellen abbauen

Altmaier sagte, die Lufthansa habe weltweit über 100.000 Mitarbeiter, inklusive der Zulieferindustrie stehe der Konzern für "mehrere hunderttausend Arbeitsplätze in Deutschland". Er sei zwar bereit, für jeden Arbeitsplatz zu kämpfen - aber "das tun wir, indem wir die Rahmenbedingungen schaffen".

Von: dk, afp

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