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Ein ICE der Deutschen Bahn © Deutsche Bahn AG / Volker Emersleben

Vielfach wird gefordert, große Anteile des Kurzstrecken-Luftverkehrs auf die Schiene zu verlagern. Seit 1995 wurde das Schienennetz in Deutschland aber um 14,9 Prozent reduziert, wie Allianz Pro Schiene in einer langfristigen Bilanz zur Schieneninfrastruktur in Deutschland ermittelt hat.

In den vergangenen Jahren ging der Rückbau der Infrastruktur zwar nur noch langsam voran. Allerdings kam mit der Eröffnung der Schnellfahrstrecke zwischen Berlin und München auch etliches an Kilometern neu hinzu, was die Statistik an dieser Stelle verfälscht.

Beim Personenverkehr auf den noch vorhandenen Schienen gab es hingegen eine deutliche Erhöhung. So stieg die Verkehrsleistung binnen 25 Jahren um 40,6 Prozent. In den vergangenen vier Jahren kamen der Ausweisung zufolge alleine acht Prozent dazu. Im Güterverkehr war die Entwicklung noch deutlicher. Um über 80 Prozent stieg die Leistung seit 1995 an.

Allein 2021 investiert der Bund 12,7 Milliarden Euro in die Bahninfrastruktur. Laut "Handelsblatt" ist das eine halbe Milliarde Euro mehr als im vergangenen Jahr und ein neuer Rekord.

Das Verkehrsbündnis beklagt nun, dass die Mittel dennoch nicht reichen, um den Abbau der Infrastruktur in einen echten Ausbau umzuwandeln. Allianz Pro Schiene fordert weitere Mittel, um Neu- und Ausbauten zu ermöglichen und die Verkehrsleistung im Personen- und Güterverkehr weiter erhöhen zu können.