Alle NRW-Flughäfen können sich weiterentwickeln

Nordrhein-Westfalen übergibt den Entwurf für einen neuen Landesentwicklungsplan in den Landtag. Der ursprünglich geplante Entwicklungs-Stopp für drei Flughafenstandorte ist in der finalen Version nicht mehr vorhanden.

Terminal des Flughafens Dortmund. © dpa / Ina Fassbender

Mit einem neuen Entwicklungsplan will sich Nordrhein-Westfalen (NRW) für die Zukunft aufstellen. Auch die Flughäfen in Deutschlands bevölkerungsreichstem Bundesland sind davon betroffen - allerdings weniger, als zuletzt von einigen Standorten befürchtet.

Denn im jetzt vom Kabinett beschlossenen Entwurf zum neuen Landesentwicklungsplan ist auch nach einem Änderungsverfahren und der Auswertung eines anschließenden Beteiligungsverfahrens nichts mehr von einer Unterteilung in verschiedene Flughafenkategorien zu lesen.

In den ersten Entwürfen hatte die frühere NRW-Landesregierung aus SPD und Grünen die Airports im Bundesland noch in die zwei Kategorien "landesbedeutsam" beziehungsweise "regionalbedeutsam" eingeteilt. Letztere sollten sich nur noch begrenzt entwickeln dürfen.

Diese Einordnung traf aber auf große Ablehnung. Der Flughafen Dortmund, der in die zweite Kategorie einsortiert wurde, kritisierte diese Unterteilung stets als "Anachronismus". Ähnlich reagierte auch Paderborn/Lippstadt. Der Flughafen Weeze wollte sogar in Brüssel gegen die Einteilung klagen. Zur ersten Kategorie sollten lediglich Düsseldorf, Köln/Bonn sowie Münster/Osnabrück zählen.

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Allerdings kündigte die neue NRW-Regierung aus CDU und FDP an, die beiden Kategorien abzuschaffen. Bereits im April 2018 hatte das neue Landeskabinett die Einleitung eines Änderungsverfahrens beschlossen. Nun wurde der entsprechende Entwurf beschlossen. Stimmt im nächsten Schritt auch der NRW-Landtag zu, können die Planungen im Gesetz- und Verordnungsblatt des Landes bekannt gemacht werden und entsprechend in Kraft treten.

Der neue Landesentwicklungsplan soll dann gleichzeitig eine der Grundlagen für ein neues Luftverkehrskonzept für Nordrhein-Westfalen sein. Die aktuelle "NRW-Luftverkehrskonzeption 2010" stammt aus dem Jahr 2000. Seit längerem wird über ein Folgekonzept diskutiert.

Von: dh

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