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EU genehmigt Subventionen Airbus-Zulieferer dürfen Staatshilfen erhalten

Zwei Airbus-Zulieferer dürfen bei Entwicklungen für den neuen A350 XWB Subventionen in Anspruch nehmen. Die EU-Kommission hat gut 35 Millionen Euro Staatshilfen der französischen Regierung genehmigt.

Erstes CFK-Teil für den Flügelmittelkasten des A350 XWB © Airbus 2009

Zwei Zulieferer des Flugzeugbauers Airbus dürfen für die Entwicklung von Bauteilen für die neue Langstreckenmaschine A350 XWB millionenschwere Subventionen in Anspruch nehmen. Wie die EU-Kommission am Mittwoch in Brüssel mitteilte, ist die Gewährung rückzahlbarer Vorschüsse in Höhe von insgesamt 35,14 Millionen Euro mit den europäischen Richtlinien vereinbar. Das Geld wird vom französischen Staat an die Unternehmen Daher-Socata (12,34 Mio Euro) und Sogerma (22,8 Mio Euro) fließen. Die Zulieferer bauen aus Leichtbauwerkstoffen Flugzeugteile wie Fahrwerkklappen und Fahrwerkschächte.

Bei den geförderten Projekten stehe die Senkung des Treibstoffverbrauchs von Flugzeugen im Mittelpunkt, kommentierte EU - Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia die Genehmigung. Die staatliche Förderung werde zu einem Wissenszuwachs in Europa beitragen, ohne dass der Wettbewerb übermäßig verzerrt werde. Als Hauptgrund für die Subventionserlaubnis nannte die EU-Kommission Marktversagen. Sie stellte fest, dass der Finanzsektor nicht bereit war, für das langfristige Vorhaben eine hinreichende, auf Risikoteilung basierende Finanzierung bereitzustellen.

Um staatliche Subventionen für den Flugzeugbau gibt es einen erbitterten Streit zwischen den beiden Marktführern Airbus und Boeing. Sie werfen sich gegenseitig vor, von illegaler staatlicher Unterstützung zu profitieren.

Von: dpa, AFP, airliners.de

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