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2800 Arbeitsplätze bei Airbus-Tochter Premium Aerotec auf der Kippe

Bei der Airbus-Tochter Premium Aerotec sind rund 40 Prozent aller Arbeitsplätze in Deutschland gefährdet. In den nächsten Wochen und Monaten soll der Arbeitsplatzabbau verhandelt werden.

Mitarbeiter von Premium Aerotec © Premium AEROTEC

Die Airbus-Tochter Premium Aerotec plant deutschlandweit die Streichung von rund 40 Prozent der Arbeitsplätze. Premium Aerotec stehe "vor der Herausforderung einer notwendigen Kapazitätsanpassung in der Größenordnung von 2800 Beschäftigten", sagte eine Unternehmenssprecherin der "Augsburger Allgemeinen" (Dienstagausgabe). Konkret gehe es an den Standorten Augsburg um 1000 und in Bremen um 160 Stellen.

An den beiden niedersächsischen in Nordenham und Varel gehe es um 1100 beziehungsweise 540 Arbeitsplätze. Nach Angaben des Gesamtbetriebsrats handelt es sich jedoch bislang nicht um einen harten Personalabbau sondern um eine "Auslastungslücke bis 2021", wie die Zeitung aus einem Schreiben an die Premium-Aerotec-Mitarbeiter zitierte.

Knapp 3000 Arbeitsplätze sind gefährdet

"Es gibt somit für die Premium Aerotec noch keine konkreten Abbauzahlen", heißt es darin. Nach Angaben der Arbeitnehmervertreter sind konkret 2874 Arbeitsplätze gefährdet, die rund 40 Prozent der Gesamtbelegschaft bei Premium Aerotec entsprächen.

"Es wird in den nächsten Wochen und Monaten gemeinsame Verhandlungen zwischen den Betriebsparteien geben, mit welchen Maßnahmen diese Lücke geschlossen werden kann", erklärte der Gesamtbetriebsrat. "Sollte dies nicht gelingen, bleibt die Bedrohung eines großen Personalabbaus bestehen und würde darüber hinaus die Zukunft der gesamten Premium Aerotec gefährden."

© Airbus, Lesen Sie auch: Airbus-Chef kündigt massiven Stellenabbau an

Der europäische Flugzeugbauer Airbus hatte unlängst angekündigt, weltweit rund 15.000 Stellen zu streichen: etwa 5100 in Deutschland, 5000 in Frankreich, 1700 in Großbritannien und 900 in Spanien. Bis Sommer 2021 sollten weltweit elf Prozent der Belegschaft abgebaut werden.

Von: afp, br

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