Mit Video und Fotostrecke Airbus stellt vernetzte Zukunftsvisionen vor

Start-Katapulte, Formationsflug und Energierückgewinnung bei der Landung: Airbus hat in Berlin im Vorfeld der ILA unter dem Motto "Smarter Skies" seine Visionen für den Luftverkehr der Zukunft im Jahr 2050 und darüber hinaus vorgestellt.

Airbus Concept Plane © Airbus
Airbus-Zukunftsvision für 2050 - Fliegen im Schwarm © Airbus 2012
Airbus-Zukunftsvision für 2050 - Fliegen im Schwarm © Airbus
Airbus-Zukunftsvision für 2050 - weniger Emissionen am Boden © Airbus
Airbus-Zukunftsvision für 2050 - Katapultstart © Airbus
Airbus-Zukunftsvision f
Airbus-Zukunftsvision für 2050 - Steilerer Startwinkel © Airbus 2012

Airbus geht davon aus, dass der Luftverkehr in 40 Jahren intelligenter vernetzt sein wird, um Reisezeiten zu verkürzen, Emissionen zu verringern und Verspätungen zu reduzieren. Flugzeuge sollen "selbstständig" die beste und sparsamste Route aussuchen können und dabei die Wetterbedingungen einbeziehen. Auch ein energiesparender Formationsflug nach dem Vorbild eines Vogelschwarms auf Hochfrequenz-Routen etwa über den Atlantik ist für die Airbus-Ingenieure denkbar.

"Wir wissen, dass die Menschen künftig mehr fliegen wollen. Wir wissen aber auch, dass sie jedoch Wert auf mehr Pünktlichkeit und nachhaltigere, lärmarme Lösungen legen.", sagte Airbus-Entwicklungsvorstand Charles Champion im airliners.de-Interview am Samstagabend an der Berliner Humboldt-Box, wo Airbus seine Zukunftsvisionen mit einer öffentlichen Lightshow präsentierte.

Die Luftfahrtindustrie bekenne sich zu ihrem Versprechen, Flugzeugemissionen bis 2050 um 50 Prozent zu senken. Dazu müssten aber alle Akteure der Luftverkehrsbranche wie Hersteller, Airlines und Luftverkehrskontrollen ihre Kräfte bündeln und gemeinsam auf eine effizientere Zukunft hinarbeiten, so Champion. "2050 scheint noch in weiter Ferne zu liegen, aber wir sollten bereits heute gemeinsam daran arbeiten, den Luftverkehr der Zukunft neu zu gestalten."

Visionäre Lösungen haben sich die Airbus-Zukunftsplaner daher nicht nur in Sachen Konzeptflugzeug und Luftverkehrsmanagement sondern auch für Flughäfen einfallen lassen. Auswege aus dem Lärmproblem am Boden könnten demnach Katapult-Starts und Gleitanflüge sein. Neue Vorrichtungen könnten Flugzeuge beschleunigen und steil in die Luft befördern - so sind sie schnell in energiesparenderen Luftschichten und ihr Lärm ist weniger laut hörbar.

Die Energie dazu soll in Flughafen-Nähe aus erneuerbaren Quellen produziert werden, um den Bedarf nachhaltig und ohne zusätzlichen CO2-Fußabdruck zu decken. Zudem könnte die Energie eines landenden Flugzeuges beim nächsten Katapultstart eines anderen Flugzeuges eingesetzt werden. Landungen sollen dabei zukünftig weitestgehend geräuschlos im Segelflug stattfinden.

Im Rahmen des "Future by Airbus"-Programms hatte der europäische Hersteller bereits ein Konzeptflugzeug vorgestellt und sich Gedanken über die Kabinengestaltung der neuen Maschinen gemacht.

Von: airliners.de

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