Airbus-Standorte in Europa - Hauptsäulen Deutschland und Frankreich

Hamburg (dpa) - Hauptsäulen der Airbus-Produktion sind bislang die beiden Endmontagelinien in Hamburg und Toulouse. Zusätzlich betreibt der Flugzeughersteller noch mehrere Werke für Komponenten in ganz Europa. So werden zum Beispiel die Tragflächen in Großbritannien gefertigt. Spanien ist ebenfalls ein wichtiger Fertigungsstandort. Zu den Airbus-Werken kommen noch Lieferanten aus aller Welt hinzu. Sie steuern beispielsweise Notrutschen, Triebwerke oder das Fahrgestell bei. Eine weitere Endmontage für das Mittelstreckenflugzeug A320 ist in China geplant. Dort soll die Fertigung 2009 begonnen werden.

Toulouse: Toulouse ist Sitz der Airbus-Zentrale. Außerdem ist hier bislang die Endmontage für Flugzeuge des Typs A320, A330, A340 und A380 angesiedelt. Der Standort hat eine lange Tradition in der französischen Luftfahrtindustrie. In Toulouse wurde beispielsweise schon der Überschalljet Concorde gebaut. (17 000 Mitarbeiter)

Hamburg: In Hamburg ist die Zentrale von Airbus Deutschland. Hier ist konzernweit die übergreifende Leitung des Kurz- und Mittelstreckenprogramms A320. In Hamburg erfolgt die Endmontage für die zu diesem Programm gehörenden Modelle A318, A319 und A321. Weiterhin werden hier Teile für die großen übrigen Airbus-Programme gefertigt. An dem Standort werden die Flugzeuge des Airbus-Superjets A380 lackiert und mit ihrer Ausstattung versehen. Bislang ist auch ein zweites A380-Auslieferzentrum geplant. Produktionsverzögerungen beim A380 stürzten Airbus in die Krise. (12 000 Mitarbeiter)

Filton/Broughton: In Filton und Broughton ist die Entwicklung und Produktion der Tragflächen konzentriert. Die Standorte in Großbritannien haben eine lange Tradition bei der Airbus- Flächenfertigung. (jeweils 5000 Mitarbeiter)

Puerto Real/Illiescas/Getafe: Die spanischen Standorte sind spezialisiert auf die Höhenleitwerke der Airbus-Flugzeuge. Diese Bauteile sind am Heck jedes Jets montiert und gemeinsam mit dem Seitenleitwerk für die Steuerung der Maschinen notwendig. (insgesamt 3000 Mitarbeiter)

Weitere Airbus-Standorte in Deutschland:

Bremen: Bremen ist innerhalb des Produktionsverbundes unter anderem für die Montage spezieller Tragflächenteile wie Landeklappen zuständig. Weiterhin wird hier am Militärtransporter A400M gearbeitet. (3500 Mitarbeiter)

Buxtehude: Buxtehude ist Zentrum für Kommunikations- und Steuergeräte innerhalb der Flugzeugkabine. Das können zum Beispiel Lautsprecheranlagen oder auch Unterhaltungssysteme sein. (400 Mitarbeiter)

Laupheim: Laupheim entwickelt und produziert innerhalb des Airbus- Verbundes Kabinen-Inneneinrichtungen und Frachtraumverkleidungen. (1200 Mitarbeiter)

Nordenham: Nordenham ist ein Schwerpunkt der Rumpfschalenproduktion bei Airbus. Diese einzelnen Teile werden später zu kompletten Rumpfsegmenten zusammengesetzt. (2200 Mitarbeiter)

Stade: Stade ist das Zentrum für die Fertigung von Seitenleitwerken für alle Airbus-Flugzeuge. Dieses Bauteil ist für die Steuerung der Flugzeuge unverzichtbar. Stade ist auch Zentrum für die Forschung an neuen Verbundwerkstoffen, die wesentlich leichter sind, als das bislang verbaute Metall. (1600 Mitarbeiter)

Varel: Im Werk Varel werden nach Angaben von Airbus Fertigungsverfahren entwickelt und außerdem Strukturbauteile gefertigt. (1300 Mitarbeiter)

Von: dpa

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