Airbus unterbricht Produktion in Bremen und Stade

Wegen der Coronavirus-Pandemie unterbricht Airbus seine Produktion in Bremen, Stade und Mobile. Das teilte der europäische Flugzeugbauer jetzt mit. "Geschäftskritische Tätigkeiten" sollen den Angaben nach weiter laufen.

Der Tapeleger verlegt Kohlefaser für die obere Flügelschale des A350XWB © dpa / A. Warmuth

Wegen der Ausbreitung des neuen Coronavirus unterbricht der Flugzeugbauer Airbus seine Produktion in Bremen und Stade. "Mit diesen Maßnahmen reagiert das Unternehmen auf verschiedene Umstände, die im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie stehen", teilte das Unternehmen am Montag mit.

In Bremen ruhten Produktions- und Montagearbeiten der Zivilflugsparte seit Montag bis zum 27. April, so der Luftfahrt- und Rüstungskonzern weiter. Bremen ist nach Hamburg der zweitgrößte Airbus-Standort in Deutschland und zuständig für die Konstruktion, Fertigung, Integration und Erprobung der Hochauftriebssysteme für die Flügel aller Airbus-Flugzeugprogramme.

In Stade habe die Pause bereits am Sonntag begonnen und dauere bis zum 11. April. In Stade werden unter anderem die Seitenleitwerke für sämtliche Airbus-Flugzeuge hergestellt. Für die A350 produziert der auf CFK spezialisierte Standort die obere Flügelhalbschale ebenso wie die CFK-Rumpfschalen.

"In den Wochen danach wird in einigen Produktionsabteilungen jeweils tageweise nicht gearbeitet", hieß es. "Geschäftskritische Tätigkeiten" liefen aber weiter.

© Airbus, Helmut Hofer Lesen Sie auch: Airbus erwägt Halbierung der A320-Produktion bis Herbst

In Mobile werde die Produktion der Modelle A220 und A320 von dieser Woche an und bis zum 29. April ausgesetzt. Auch dort werden aber einige Arbeiten weitergeführt - "in Übereinstimmung mit geltenden Hygiene- und Abstandsvorschriften (Social Distancing)", wie Airbus betonte.

Zuvor hatte das Unternehmen bereits vorübergehend die Flugzeugproduktion in Frankreich und Spanien ausgesetzt und deshalb auch die Fertigung neuer Tragflächen in den Flügelwerken in Großbritannien und Deutschland gedrosselt. Airbus hatte im Zuge der Coronavirus-Krise seine Prognose für das laufende Jahr gestrichen. Zudem soll die für 2019 geplante Dividende von 1,80 Euro je Aktie nicht gezahlt werden. Mit einer neuen Kreditlinie über 15 Milliarden Euro will sich Airbus weitere Liquidität sichern.

Von: dh mit dpa

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