Airbus erwägt Halbierung der A320-Produktion bis Herbst

Schwächelnde Lieferketten, nicht anwesende Mitarbeiter und Kunden, die ihre bestellten Flugzeuge in der Corona-Krise nicht abholen wollen oder können. Mit einer deutlichen Produktionskürzung könnte Airbus seine operativen Probleme entschärfen.

Rumpfproduktion bei Airbus in Hamburg. © Airbus / Helmut Hofer

Airbus prüft infolge der Coronakrise zufolge eine umfangreiche Kürzung seiner Flugzeugproduktion. Das berichtet "Reuters" unter Berufung auf mehrere Branchen-Quellen.

Im Raum steht demnach eine eine Halbierung der monatlichen Fertigungsrate von 60 Maschinen der A320-Familie für ein oder zwei Quartale. So solle eine Flut nicht ausgelieferter Jets vermieden werden. Die Zulieferer sollen von den Plänen bereits in Kenntnis gesetzt worden seien.

Die Endmontage der Großraumflugzeuge A350 und A330 ruht derzeit weitgehend. In welchem Umfang deren Produktion wieder aufgenommen wird, wird wohl danach entschieden, wieviele ihrer bestellten Jets die Airlines in diesem Jahr überhaupt noch abnehmen wollen.

Airbus dementiert den Bericht nicht

Eine Entscheidung in der Sache soll vor der Hauptversammlung Mitte April fallen. Airbus erwiderte in einem Statement zu den Berichten lediglich, dass man "die sich entwickelnde COVID-19-Situation" weltweit genau überwache und in ständigem Dialog mit Kunden, Lieferanten und institutionellen Partnern stehe.

"Airbus ist dabei, die Auswirkungen der Pandemie auf ihren Betrieb und die möglichen Maßnahmen zur Schadensminderung zu bewerten, die umgesetzt werden könnten." Das Unternehmen werde zu diesem Zeitpunkt keine weiteren Kommentare abgeben, heiß es weiter.

© Airbus, Lesen Sie auch: Ungewisse Zukunft für bewährte Airbus-Produktionsketten

Von: dk

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