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Airbus fährt Milliardengewinn ein und verschiebt A321-XLR-Auslieferungen, © Airbus
Airbus A321 XLR © Airbus

Airbus baut die Produktion seiner stark gefragten Mittelstreckenjets noch stärker aus. Im Jahr 2025 sollen monatlich 75 Maschinen der Modellfamilie A320 Neo die Airbus-Werke verlassen, wie der Dax-Konzern am Mittwochabend in Toulouse mitteilte. Das sind so viele wie nie zuvor und ein Viertel mehr als vor der Corona-Pandemie.

Zudem überraschte Airbus mit einem unerwarteten Milliardengewinn im ersten Quartal. Die Quartalsergebnisse zeigten eine "solide Performance" in den Sparten Linienmaschinen, Hubschrauber und Verteidigung, teilte das Unternehmen mit. Allerdings läuft auch bei dem europäischen Hersteller nicht alles rund: So verschob das Management die erste Auslieferung des kleinsten Langstreckenjets A321 XLR ins Frühjahr 2024.

Am Finanzmarkt kamen die Nachrichten am Abend gut an: Im nachbörslichen Handel auf der Plattform Tradegate gewann die Airbus-Aktie im Vergleich zum Xetra-Schlusskurs fast fünf Prozent.

Airbus kurbelt Produktion an

Hatte Airbus die Flugzeugproduktion im ersten Corona-Jahr noch deutlich gedrosselt, erwartet Konzernchef Guillaume Faury nun trotz der weltweiten Verwerfungen durch den russischen Angriff auf die Ukraine wieder deutlich bessere Geschäfte. "Für die Zeit nach 2022 sehen wir einen weiterhin starken Anstieg der Nachfrage nach Verkehrsflugzeugen", sagte er. Dabei gehe es vor allem um die Modellfamilie A320, mit deren Neuauflage A320 Neo der europäische Konzern seinem US-Rivalen Boeing vor einigen Jahren die Vorherrschaft bei den Mittelstreckenjets abgejagt hatte.

Schon im vergangenen Jahr hatte Airbus angekündigt, die Produktion der A320 Neo bis zum Jahr 2023 auf einen Rekordwert von monatlich 65 Maschinen hochzufahren. Vor der Pandemie hatte die Rate bei etwa 60 gelegen, bevor Airbus sie nach Beginn der Pandemie um ein Drittel zurückfuhr. Zuletzt verließen monatlich zwischen 45 und 50 Jets der Reihe die Airbus-Hallen.

Mit der Erholung des Flugverkehrs wollen Fluggesellschaften inzwischen wieder mehr neue Flugzeuge haben. Zudem sitzt Airbus in diesem Segment auf einem dicken Auftragsbuch und muss diesen Berg irgendwie abarbeiten.

Zur Steigerung der Produktionsraten will der Airbus-Konzern die Kapazitäten an seinen vorhandenen Standorten erhöhen und seine Präsenz in seinem Werk in Mobile im US-Bundesstaat Alabama ausbauen. Zudem sollen künftig alle Verkehrsflugzeugmontagestandorte die Fähigkeit bekommen, die inzwischen besonders gefragte Langversion A321 Neo zu bauen.

1,3 Milliarden Euro operativer Gewinn

Im ersten Quartal erholte sich Airbus ein weiteres Stück von der Corona-Krise. Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um 15 Prozent auf zwölf Milliarden Euro. Der um Sonderfaktoren bereinigte operative Gewinn (bereinigtes Ebit) sprang sogar um 82 Prozent auf knapp 1,3 Milliarden Euro in die Höhe. Dazu trug ein positiver Effekt im Zusammenhang mit Pensionsverpflichtungen des Konzerns rund 400 Millionen Euro bei. Andererseits belasteten die Russland-Sanktionen das Ergebnis mit rund 200 Millionen Euro.

Außer im Geschäft mit Passagier- und Frachtflugzeugen ging es auch in der Hubschraubersparte und im Rüstungs- und Raumfahrtgeschäft deutlich aufwärts. Unter dem Strich verdiente Airbus konzernweit 1,2 Milliarden Euro und damit sogar mehr als dreimal so viel wie ein Jahr zuvor. Zudem übertraf der Konzern die durchschnittlichen Erwartungen von Analysten.

Airbus peilt 720 Flugzeuge für 2022 an

Für das Gesamtjahr sieht Faury den Konzern auf Kurs, wie geplant einen bereinigten operativen Gewinn von etwa 5,5 Milliarden Euro zu erwirtschaften. Dazu will der Konzern etwa 720 Verkehrsflugzeuge an seine Kunden auszuliefern. Der Löwenanteil wird auf die A320-Neo-Familie entfallen. Die Produktion der Großraumjets A350 und A330 Neo bleibt vorerst auf dem pandemiebedingt gedrosselten Niveau.

Zur A320-Neo-Familie zählt auch die Langstreckenversion A321 XLR, die der Hersteller eigentlich Ende 2023 erstmals ausliefern wollte. Nun muss er an dem Modell aber nacharbeiten. Die Indienststellung werde nun für Anfang 2024 erwartet, um den Zulassungsbedingungen Rechnung zu tragen, hieß es in der Mitteilung. Allerdings solle der erste Testflug des Typs noch im laufenden Quartal stattfinden.

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