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Airbus-Chef schwört Belegschaft auf harte Zeiten ein

Airbus-Chef Guillaume Faury hat die Belegschaft Berichten zufolge vor einer schwereren und länger als erwartet andauernden Krise gewarnt. Airbus muss in allen Bereichen Geld einsparen.

Guillaume Faury. © dpa / Sebastian Kunigkeit

Airbus-Chef Guillaume Faury hat vor den Folgen der Corona-Krise für die Beschäftigten gewarnt. Es sei "unwahrscheinlich, dass das freiwillige Ausscheiden aus dem Unternehmen" ausreiche, um 15.000 Arbeitsplätze abzubauen, zitierte unter anderem die französische Wirtschaftszeitung "La Tribune" am Montag aus einem Brief an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Airbus bestätigte der dpa, dass am Freitag ein entsprechender Brief Faurys an die Belegschaft gegangen sei - machte aber keinerlei Angaben zum Inhalt. Der Brief sei Teil des ständigen Dialogs zwischen Management und Mitarbeitern, hieß es lediglich.

15.000 Jobs sind in Gefahr

Airbus hatte wegen der Corona-Krise die Produktionspläne gekappt und den Abbau von weltweit 15.000 der rund 90.000 Jobs in der Verkehrsflugzeugsparte angekündigt. Auch mehrere Tausend Stellen in Deutschland sind von dem Sparplan betroffen.

Corona hatte den Luftfahrt- und Rüstungskonzern tief in die roten Zahlen gerissen. Weil die Zahl der Flugzeugauslieferungen einbrach, stand im zweiten Quartal unterm Strich ein Verlust von mehr als 1,4 Milliarden Euro. "Die Halbjahresergebnisse, die wir Ende Juli veröffentlichten, zeigten, dass unsere Kosten während dieser Krise unsere Einnahmen bei weitem überschritten hatten", soll es nun den Berichten nach in dem Brief von Faury heißen.

©Airbus, Lesen Sie auch: Halbjahresbilanz: Airbus steckt tief in der Krise

Man müsse daher bei Produktion, Einkäufen, Projekten, Investitionen und leider auch der Belegschaft Anpassungen vornehmen.

Von: dpa, br

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