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Airbus-Chef stellt Bedingungen für Erhalt von Jobs in Deutschland

Airbus stellt weniger Job-Streichungen in Deutschland in Aussicht. Aber nur, wenn die Bundesregierung politische Maßnahmen ergreift. Es geht um Förderungen bei Zukunftsthemen und eine Verlängerung der Kurzarbeit. So könnten 2000 Stellen weniger wegfallen.

Guillaume Faury. © dpa / Karl-Josef Hildenbrand

Der Chef des Flugzeugbauers Airbus, Guillaume Faury, stellt Bedingungen für den Erhalt von mehr Arbeitsplätzen in Deutschland. Statt 5100 könnten lediglich 3100 Stellen gestrichen werden, sagte er dem "Spiegel". "Wir denken, dass bis zu 500 Jobs erhalten werden könnten, wenn die Bundesregierung uns beispielsweise über das Programm zur Entwicklung von Flugzeugen mit Wasserstoffantrieb unterstützen würde."

Die Verlängerung der Kurzarbeit auf 24 Monate könnte "zusätzlich bis zu 1500 Stellen sichern", fügte Faury hinzu. Gespräche mit der Bundesregierung liefen bereits. Auch in Frankreich ließen sich die geplanten Stellenkürzungen unter bestimmten Umständen von 5000 auf 3000 senken, sagte der Airbus-Chef.

Vier-Tage-Woche steht im Raum

Mit den Arbeitnehmervertretern im Konzern werde unter anderem über eine Vier-Tage-Woche diskutiert, sagte Faury weiter. "Wir erwägen bereits eine Verringerung der wöchentlichen Arbeitszeit, um die Arbeit auf mehr Mitarbeiter zu verteilen. Alle Probleme lassen sich damit aber nicht lösen."

© Airbus, Lesen Sie auch: Airbus-Chef kündigt massiven Stellenabbau an

Wegen der Corona-Krise will Airbus weltweit rund 15.000 Stellen streichen. Mit 5100 wegfallenden Jobs ist Deutschland wäre am stärksten betroffen. Weitere 5000 Jobs sollen in Frankreich wegfallen, 1700 in Großbritannien und 900 in Spanien. Der Konzern schloss auch betriebsbedingte Kündigungen nicht aus.

Von: afp, br

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