Airbus steigert Auslieferungen bis Ende August um 15 Prozent

Der europäische Flugzeugbauer hat genau 500 Maschinen bis Ende August ausgeliefert und damit den Vorjahreswert um 15 Prozent übertroffen. Der Auftragsbestand beträgt knapp 7200 Flugzeuge, darunter sind nach Airbus-Angaben auch noch 51 A380.

Ein Airbus A350 XWB fliegt bei einem Testflug über den Flughafen Hamburg-Finkenwerder, beobachtet von Airbus-Mitarbeitern. © dpa / Airbus B. Lange

Für Airbus laufen die Geschäfte weiter gut. Von Januar bis August kommt der Flugzeugbauer auf insgesamt 500 ausgelieferte Flugzeuge, was im Vorjahresvergleich ein Plus von 66 Maschinen ergibt. Im August lieferten die Europäer insgesamt 42 Maschinen aus. Die Verteilung sieht wie folgt aus: fünf A350, sechs A330 Neo, 28 A320, davon 19 Neo und neun CEO, sowie drei A220.

Unter den ausgelieferten Flugzeugen waren unter anderem die ersten A330-900 für Air Asia X und Hi Fly, Virgin Atlantic hat ihre erste A350-1000 bekommen. Außerdem hat Airbus die erste ACJ319 Neo an einen privaten Kunden ausgeliefert.

Wenig Bestellungen aber großer Auftragsbestand

Neubestellungen waren im August rar. Allerdings erfreut sich die Langstreckenvariante des A321 bei den Kunden offenbar weiterhin großer Beliebtheit. Airbus konnte 15 Bestellungen für die A321 XLR einsammeln sowie eine Bestellung für die Business-Jet-Version ACJ320 Neo.

Von Januar bis August konnte Airbus zwar insgesamt 262 Neubestellungen verbuchen, der Netto-Orderbestand beläuft sich aber wegen 167 Stornierungen auf nur 95 Maschinen.

© Airbus, S. Ramadier Lesen Sie auch: Airbus dank guter Halbjahreszahlen im Höhenflug

Bis Ende August ergibt sich für Airbus ein Backlog von 7172 Flugzeugen, davon allein 5810 aus der A320-Familie. Von der kleinere kanadischen Schwester A220 stehen noch 428 Bestellungen in den Büchern. Bei den Großraumflugzeugen führt Airbus insgesamt noch 934 unerfüllte Bestellungen auf. Davon 613 Airbus A350 und 270 A330.

Die Europäer führen trotz angekündigtem Fertigungsstopp in zwei Jahren und der Stornierung von zahlreichen Orders immer noch 51 Maschinen ihres größten Modells A380 im Backlog. Eine Maschine soll noch an All Nippon Airways geliefert werden, die restlichen 50 sollen an Emirates gehen.

Bereits Mitte Februar 2019 hatten Airbus und Emirates sich allerdings auf eine Stornierung von 39 Airbus A380-Bestellungen geeinigt und verkündet, der Golf-Carrier solle nur noch 14 Doppelstöcker bekommen. Im Gegenzug bestellte Emirates damals 40 A330 Neo und 30 A350. Auf eine Anfrage von airliners.de, warum die 50 A380-Orders von Emirates noch in der Statistik stehen, reagierte Airbus zunächst nicht.

Von: hr

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