Airbus startet mit Auftragsboom von 274 Bestellungen ins Jahr

Airbus sammelt im Januar ein Drittel der gesamten Neuaufträge des gesamten letzten Jahres ein. Bestseller bleibt die A320-Familie. US-Konkurrent Boeing hat noch keine Zahlen vorgelegt.

Ein Airbus A321-LR mit "Zorro-Maske". © AirTeamImages.com / Matthieu Douhaire

Airbus ist mit einem kräftigen Auftragsschub ins neue Jahr gestartet. Nach Abzug von 22 Stornierungen kamen im Januar Aufträge über 274 neue Verkehrsjets herein, teilte das Unternehmen mit. Das entspricht mehr als einem Drittel der Netto-Bestellungen, die Airbus im Gesamtjahr 2019 eingesammelt hatte.

Die größten Aufträge kamen im Januar von der US-Fluglinie Spirit, die eine Order über 100 Mittelstreckenjets der A320-Neo-Familie festzurrte, und dem Flugzeugfinanzierer ALC, der 102 Maschinen der Typen A220 und A321 Neo orderte. Zur ALC-Bestellung gehörten auch 27 Exemplare der erst im vergangenen Jahr vorgestellten Langstreckenversion A321-XLR.

Aufgrund der vielen Bestellungen der A320-Famille, hatte der Hersteller kürzlich mitgeteilt, in Toulouse eine weitere Fertigungslinie zu aufzubauen. Diese soll in den Produktionshallen entstehen, in denen derzeit noch die Endfertigung der A380 stattfindet. Sie soll Mitte des Jahres 2022 fertig sein und auf neue digitale Fertigungstechnik setzen. Airbus hatte kürzlich mitgeteilt.

Air France-KLM bestellt weitere A350

Auch mit seinen Langstreckenjets vom Typ A350 konnte Airbus punkten. Die Fluggesellschaft Air France-KLM bestellte zehn Flugzeuge, ALC orderte eine Maschine. Allerdings gingen auch Stornierungen über zwei A350 ein.

US-Konkurrent Boeing, dem das Flugverbot für sein A320-Neo-Konkurrenzmodell 737 Max weiterhin schwer zu schaffen macht, hat für Januar noch keine Auftragszahlen veröffentlicht. Im vergangenen Jahr hatte Boeing wegen der Max-Krise sogar mehr Stornierungen als Neuaufträge kassiert.

© AP/dpa, Elaine Thompson Lesen Sie auch: 737 Max ruiniert Boeing-Bilanz

Von: br, dpa-AFX

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