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Wirtschaft & Finanzen Airbus-Arbeitsplätze, Corsia-Exklusivität, sachdienliche Hinweise

Das wöchentliche airliners.de-Wirtschafts-Briefing. Dieses Mal unter anderem mit einem wohl nicht zu verhindernden Arbeitsplatzabbau bei Airbus, den drohenden Wettbewerbsnachteilen für europäische Airlines beim Klimaschutz und einer Belohnung für alle Infos, die dem Easyjet-Management Probleme machen.

"Autonomous Guided Vehicle" in der Airbus-Montagehalle in Hamburg. © Airbus

Jour fixe auf airliners.de: Immer dienstags präsentieren wir die wichtigsten Meldungen der Woche aus den Bereichen Luftverkehrswirtschaft und Finanzen. Alle aktuellen Themen-Briefings finden Sie immer auf unserer Übersichtsseite.

Wirtschaft

Airbus soll Umstrukturierungen planen, die rund 10.000 Mitarbeiter ihre Job kosten könnte, berichtet "The Telegraph" unter Berufung auf Branchenkenner. Eine endgültige Entscheidung sei aber noch nicht gefallen. Der Flugzeughersteller muss zuerst die Gewerkschaften über die Vorschläge informieren.

Die Ölpreise steigen weiter. Marktteilnehmer nannten die gute Stimmung an den Börsen und das geringere Angebot am Markt als Grund. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Montagmittag 34,23 US-Dollar. Das waren 1,49 US-Dollar mehr als am Freitag. Vor dem Corona-Shutdown lag der Preis im Februar bei deutlich über 50 Dollar (rund 46 Euro).

Stelios Haji-Ioannou ist weiter wild entschlossen, Easyjet in der kommenden Woche neu aufzustellen. Dafür hat er jetzt Belohnungen für Informationen von Mitarbeitern ausgesetzt, die seinem Kurs helfen. Der Gründer vermutet Korruption rund um eine Airbus-Großbestellung. Weiterlesen

© European Union, 2015, Francois Walschaerts Lesen Sie auch: Europa geht bei Corsia auf Konfrontationskurs zur Icao

Die Luftfahrtindustrie ist auf ein Netz hochspezialisierter Zulieferer angewiesen, um produzieren zu können. Diese stehen in der Corona-Krise jedoch oftmals mit dem Rücken zur Wand. Der Ruf nach speziellen Staatshilfen insbesondere in Deutschland und Frankreich wird lauter. Weiterlesen

In Hamburg, dem weltweit drittgrößten Standort für Zivilluftfahrt, dürfte die Corona-Krise deutliche Spuren in einem der wichtigsten Industrie-Zweige hinterlassen. Vor allem bei Airbus und seinen Zulieferern sind die Boom-Zeiten vorerst vorbei. Weiterlesen

Airlines

Die Insolvenz in Eigenregie soll bei Lufthansa noch nicht vom Tisch sein. Mitunter könnte es sogar sehr schnell gehen und ein alter Bekannter zum Sachwalter auch der größten deutschen Airline werden. Weiterlesen

© AirTeamImages.com, Europix Lesen Sie auch: Lufthansa legt Liste mit Töchtern in "Steueroasen" vor

Der irische Billigflieger Ryanair stellt seine Bilanz für das abgelaufenen Geschäftsjahr vor: unterm Strich steht ein dreistelliger Millionengewinn. Für das aktuelle Quartal rechnet Ryanair mit einem deutlichem Verlust. Weiterlesen

Die überwiegend aus geleasten Flugzeugen bestehende Flotte von Turkish Airlines wird zum Problem für die Fluggesellschaft, berichtet das "Handelsblatt". Da von den rund 350 Maschinen nur 44 im Besitz der Airline sind, kosten die Leasinggebühren die Airline monatlich Millionen. Nun soll der Staat mit Krediten unterstützen.

Die größte kanadische Fluggesellschaft Air Canada muss drastisch sparen, um die Corona-Krise zu überstehen. Nachdem zuvor 16.000 Mitarbeiter entlassen und auf politischen Druck hin kurze Zeit später wieder einstellte, ist nun der Rauswurf von mindestens 19.000 geplant. Weiterlesen

© dpa, Christian Charisius Lesen Sie auch: Emirates vor Abbau zehntausender Stellen und schnellerer A380-Ausflottung

Delta Air Lines hat mitgeteilt, alle 18 Langstrecken-Maschinen des Typs Boeing 777 auszumustern. Stattdessen werde man auf internationalen Routen auf die Airbus-Modelle A330 und A350 setzen, schrieb Delta-Chef Ed Bastian in einer E-Mail an die Mitarbeiter. Die Maschinen sollen zum Jahresende die Flotte verlassen.

Air France denkt über Ausmusterung ihrer sechs A380 nach, berichtet "CH-Aviation". Beschlossen hat die Airline aufgrund der Corona-Krise zwei Airbus A340-300 auszumustern und die Auslieferung von drei A350-900 auf 2021 zu verschieben.

Lufthansa und Austrian Airlines fordern 6,6 Millionen Euro von der insolventen Adria Airways, berichtet das Portal "Exyuaviation". Die beiden Fluggesellschaften hatten Flugzeuge der Adria mittels Wet-Lease angemietet. Insgesamt belaufen sich die Forderungen der Gläubiger der Airline auf 151 Millionen Euro.

Reisebeschränkungen & Tourismuswirtschaft

Die EU will eines ihrer Kernversprechen, den freien Personenverkehr, nach zwei Monaten Lockdown wieder mit Leben füllen. Vor allem die darbende Tourismuswirtschaft soll profitieren. In Deutschland sollen die ersten Schlagbäume am Wochenende wieder hochgehen. Weiterlesen

© Adobe Stock, Lesen Sie auch: EU-Garantiefonds soll Gutscheine psychologisch attraktiver machen

Reisende aus dem Schengenraum und aus Großbritannien können ab dem 3. Juni wieder ohne Beschränkungen nach Italien einreisen. Die Regierung hat sich dem Druck aus Wirtschaft und Regionen gebeugt, schreibt "abouttravel.ch".

Tui-Chef Fritz Joussen rechnet mit einer schnellen Erholung des Reisegeschäfts nach der Corona-Krise. Dennoch muss der Reiseveranstalter sparen und will weltweit rund 8000 Job abbauen. Weiterlesen

Flughäfen

Eine Studie, die der Berliner Flughafengesellschaft massive finanzielle Probleme prognostiziert, hat auch in Brandenburg für Verwirrung gesorgt. Im Landtag spricht Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup von nun von zusätzlichen Hilfen, die bis 2023 nötig werden könnten. Weiterlesen

© dpa, Soeren Stache Lesen Sie auch: Berlin streitet über Insolvenzgefahr für Flughafengesellschaft FBB

Lufthansa fliegt wieder von Bremen und Hannover nach München, in den nächsten Wochen sollen weitere Airlines dazukommen. In welchem Umfang der Urlaubsverkehr im Sommer stattfindet, hängt von der Politik ab. Weiterlesen

Weniger Doppelstrukturen, mehr Synergien. Die Mitteldeutsche Flughafen Holding legt die Geschäftsbereiche Aviation von Leipzig und Dresden zusammen. Neuer Leiter wird ein Ex-Condor-Manager. Weiterlesen

Von: airliners.de

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