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Leap-Triebwerk einer Boeing 737. © AirTeamImages.com / Steve Flint

Airbus befindet sich in Gesprächen mit dem Triebwerkskonsortium CFM, die Zahl der gelieferten Leap-Triebwerke für die A320-Neo-Familie kurzfristig zu erhöhen, solange die Produktion der gegroundeten Boeing 737 Max unterbrochen ist. Das berichtet Bloomberg unter Berufung auf mit der Sache vertrauten Personen.

CFM ist ein Joint-Venture zwischen dem US-Riesen General Electric und der französischen Safran SA. Das Unternehmen baut seine Leap-Triebwerke sowohl für die A320 Neo (Leap 1A) als auch die 737 Max (Leap 1B). Beide Triebwerke haben die gleiche technische Basis und ähneln sich im Aufbau, jedoch ist das Leap 1A etwas größer.

© Airbus, Lesen Sie auch: Neo-Produktion: Airbus braucht wohl noch Zeit

Das führt dazu, dass ähnliche Teile unterschiedlich hergestellt werden müssen. Eine Umstellung der gesamten Produktion auf die 1A-Variante könnte daher laut den Quellen schnell zu Engpässen in Bereichen wie Guss- und Schmiede-Arbeiten bei CFM führen. CFM zeige zwar offen für eine vorübergehende Ausweitung der Leap-1A-Produktion, jedoch hielten die Diskussionen mit Airbus aufgrund der Fertigungsproblematik noch an.

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Massive Bestellungen von Indigo setzen Airbus unter Zugzwang

Der Druck auf die Fertigungsrate der A320-Familie bei Airbus ist dabei in den letzten Monaten noch einmal gestiegen. Da ist zu einem das rasante Wachstum von Indigo, die von der indischen Luftfahrtaufsicht im Sommer dazu verdonnert wurde, die Triebwerke von Pratt&Whitney an rund 100 A320 Neo zügig auszutauschen. In der Folge entschied der indische Low-Cost-Carrier, in Zukunft neue Schmalrumpf-Flugzeuge mit den CFM Leap-Triebwerken auszustatten und und bestellte Aggregate im Wert von 20 Milliarden Dollar bei CFM, deren Auslieferung im Januar beginnen sollte. Im Herbst bestellte Indigo weitere 300 A320 Neo, wodurch sich die offenen Bestellungen des Carriers für die A320neo-Familie auf 730 Flugzeuge erhöhten. Das entspricht mehr als 10 Prozent der gesamten Aufträge für das Modell.

© Airbus 2010, Fixion Lesen Sie auch: Airbus bekommt 30-Milliarden-Auftrag über 300 A320 Neo