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Alexandre de Juniac © dpa / EPA/Ian Langsdon

Im Zuge eines Sparplans bei der französischen Fluggesellschaft Air France sollen im kommenden Jahr zunächst knapp tausend Stellen gestrichen werden. Die Kürzungen sollten durch freiwillige Abgänge realisiert werden, sagte der Chef der Fluggesellschaft Air France-KLM, Alexandre de Juniac, am Sonntag verschiedenen französischen Medien.

Der Rest der im Zuge des Sparplans vorgesehenen 2900 Stellenstreichungen, der für 2017 geplant sei, könne noch abgewendet werden, wenn es noch in diesem Jahr eine entsprechende Einigung mit den Gewerkschaften gebe.

Air France ist - wie die Lufthansa - in Europa durch Billigflieger und bei Langstreckenflügen durch die Konkurrenz von Fluggesellschaften aus dem Nahen Osten unter Druck geraten. Mit dem Sparplan "Perform 2020" wollte die Fluggesellschaft wieder wettbewerbsfähiger werden, Verhandlungen mit den Piloten-Gewerkschaften scheiterten aber bislang. Ein neuer "Plan B", der die Streichung von 2900 Stellen vorsieht, sorgte bei den Mitarbeitern für große Wut.

© AirTeamImages.com, Jan Jasinski Lesen Sie auch: Hoher Regierungsbeamter wird neuer Personalchef bei Air France

Hunderte Mitarbeiter hatten aus Protest gegen den Plan Anfang des Monats ein Treffen von Konzernleitung und Betriebsrat in der Zentrale der Fluggesellschaft gestürmt. Personalchef Xavier Broseta und der Langstreckenverantwortliche Pierre Plissonnier wurden attackiert und mussten sich vor den Angreifern in Sicherheit bringen. Wegen der gewaltsamen Übergriffe müssen sich mehrere Air-France-Mitarbeiter vor Gericht verantworten.