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Air France-KLM erhält Unterstützung von rund zehn Milliarden Euro

Der Airline-Konzern Air France-KLM bekommt wegen der Corona-Krise weitere staatliche Unterstützung: Neben den sieben Milliarden Euro aus Frankreich erhält die stark angeschlagene KLM nun weitere 3,4 Milliarden Euro vom niederländischen Staat.

Eine Boeing 737von KLM steht hinter den geschlossenen Toren des Flughafens Shiphol © dpa / Robin Van Lonkhuijsen/ANP

Die niederländische KLM Royal Dutch Airlines hat sich einen staatlichen Kredit in Höhe von 3,4 Milliarden Euro gesichert.

Wie Air France-KLM am Freitag mitteilte, setzen sich die 3,4 Milliarden Euro zusammen aus einem Kredit über 2,4 Milliarden Euro, für den der niederländische Staat zu 90 Prozent die Ausfallgarantie übernimmt und einem direkten Darlehen an KLM in Höhe von einer Milliarde Euro.

Der niederländische Staat verlange im Gegenzug das "Engagement der Airline für Nachhaltigkeit", eine höhere Rentabilität, eine Umstrukturierung und einen "Beitrag" der Beschäftigten, teilte KLM mit, ohne Einzelheiten zu nennen. KLM hat sich zudem verpflichtet, die Dividendenzahlungen an die Aktionäre auszusetzen, bis die Darlehen zurückgezahlt sind.

Air France bekommt sieben Milliarden Euro

Die Hilfen für Air France setzen sich ebenfalls zu vier Milliarden aus Kreditbürgschaften und zu drei Milliarden aus Direktkrediten zusammen. Der französische Staat hat die Finanzhilfen an eine gesteigerte Rentabilität geknüpft und verlangt eine deutlich bessere CO2-Bilanz.

Frankreich und die Niederlande halten jeweils 14 Prozent an Air France-KLM. Bei der Airline sind wegen der Corona-Krise 95 Prozent der Flüge im zweiten Quartal weggefallen.

© Lufthansa, Oliver Roesler Lesen Sie auch: Lufthansa-Aktionäre stimmen für staatliches Rettungspaket

Konkurrentin Lufthansa erhält insgesamt neun Milliarden Euro staatliche Unterstützung; die Aktionäre hatten dem Rettungspaket am Donnerstag zugestimmt. Für ihre Tochterunternehmen bekommt die Lufthansa darüber hinaus auch Geld von den Regierungen der Schweiz, Österreichs und Belgiens.

Wie bereits bei der Lufthansa-Rettung am Vortag kritisierte Konkurrent Ryanair die Staatshilfe scharf. Jeder niederländische Bürger müsse für die "gescheiterte und ineffiziente Air France/KLM" zahlen sagte Michael O'Leary vor. Er forderte die EU-Kommission auf, das Unterstützungspaket zu blockieren.

Von: AFP, dpa, br

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