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A320 der Air France. © AirTeamImages.com / Alexander Mishin

Die von der Corona-Krise schwer getroffene Fluggesellschaft Air-France-KLM hat auch im ersten Quartal 2021 ein Milliardenminus gemacht. Der Verlust beträgt 1,5 Milliarden Euro, wie Air France-KLM mitteilte. Der Konzern setzt seine Hoffnungen in die Sommersaison.

Die Zahl der Passagiere fiel im Vorjahresvergleich um rund 73 Prozent, der Umsatz um 57 Prozent auf 2,2 Milliarden Euro. Auch der Beginn des zweiten Quartals Anfang April habe noch keine merkliche Verbesserung gebracht, erklärte Finanzvorstand Frédéric Gagey.

Konzernchef Smith betonte, Air-France-KLM blicke mit mehr Zuversicht auf die Sommersaison. "Wir hoffen, dass der Fortschritt bei den Impfungen weltweit und die Einführung von Impfnachweisen dazu führt, dass die Grenzen wieder öffnen und der Reiseverkehr sich erholt."

65 Prozent der Kapazität im dritten Quartal

Das Management rechnet damit, dass Air-France-KLM im laufenden zweiten Quartal im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2019 etwa 50 Prozent der Flugkapazität anbietet. Im dritten Quartal sollen es dann 55 bis 65 Prozent sein

Air-France-KLM hatte wie viele andere Fluggesellschaften auch Hilfe vom Staat erhalten - in diesem Fall von Frankreich und von den Niederlanden. Sie gaben der Airline zehn Milliarden Euro Kredit.

Nach der jüngsten Finanzspritze lotet das Management um Air-France-KLM-Chef Benjamin Smith nun weitere Möglichkeiten aus, um das Eigenkapital des Konzerns zu stärken. Näheres dazu sollen die Anteilseigner bei der Hauptversammlung am 26. Mai erfahren.

Für Diskussionen sorgte die Vergütung für Konzernchef Smith: Er erhielt für das vergangene Jahr zwei Millionen Euro. In den Niederlanden drohten Abgeordnete, mögliche künftige Hilfen für die Airline zu blockieren.