Air France-KLM mit mehr Passagieren und besserer Auslastung

Die Fluggesellschaften in der Air France-KLM-Gruppe haben im vergangenen Jahr mehr Passagiere befördert. Während Air France und Transavia im Dezember schwächeln, sehen die Zahlen für das Gesamtjahr anders aus.

Flugzeuge von Transavia und KLM parken am Flughafen Amsterdam nebeneinander. © AirTeamImages.com / Daniel Alaerts

Die französisch-niederländische Airline-Gruppe Air France-KLM hat die Zahl ihrer Fluggäste im Dezember im Vergleich zum Vorjahresmonat leicht steigern können. Insgesamt buchten knapp 7,75 Millionen Passagiere ein Ticket bei dem Konzern und damit 0,8 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie Air France-KLM am Donnerstag in Paris mitteilte.

Während das Plus bei KLM mit 3,1 Prozent mehr Passagieren deutlich ausfiel und Air France leicht zulegte (0,2 Prozent), verzeichnete die ebenfalls zur Gruppe gehörende Transavia jedoch im letzten Monat des vergangenen Jahres mit 3,1 Prozent weniger Passagieren einen deutlichen Rückgang.

Im Gesamtjahr 2019 beförderte Air France-KLM 104,2 Millionen Fluggäste und lag mit einem Zuwachs von 2,7 Prozent klar über dem Vorjahreswert. Bei der Auslastung der Maschinen konnte der Konkurrent von Lufthansa und IAG sowohl im Dezember als auch im Gesamtjahr ebenfalls zulegen. Im Gesamtjahr lag die Auslastung bei 88,4 Prozent und damit 0,5 Punkte höher als ein Jahr zuvor.

Airline Passagiere Auslastung
Air France 52,5 Mio (+2,1%) 86,9 % (+0,7pp)
KLM 35,1 Mio (+2,7%) 89,4 % (+0,3pp)
Transavia 16,6 Mio (+4,8%) 92,2 % (+0,2pp)
Gesamt 104,2 Mio (+2,7 %) 88,4 % (+0,5pp)
Quelle: Ausweisung Air France-KLM

Am Kapitalmarkt kamen die Zahlen gut an. Die Air France-KLM-Aktie gewann kurz nach Handelsbeginn rund 4 Prozent an Wert und war damit klarer Spitzenreiter im Branchenindex Stoxx Europe 600, dem europäischen Sektor für Reise- und Freizeitwerte. Auch Entspannungssignale im Iran-Konflikt sorgten in der Branche für Erleichterung.

Air France-KLM hatte im November angekündigt, nach den Turbulenzen der vergangenen Jahre wieder Kurs auf mehr Gewinn nehmen zu wollen. Um die Gewinnspanne im operativen Geschäft deutlich zu erhöhen, will das Unternehmen in den kommenden fünf Jahren seine Umsätze steigern. Zudem soll die Konzerntochter Transavia zur führenden Billigfluglinie Frankreichs werden. Unternehmenschef Benjamin Smith machte den Aktionären jüngst Hoffnung, dass es bald wieder eine Dividende geben könnte.

Von: dh mit dpa

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