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Air France-KLM reagiert mit neuer Langstrecken-Tochter auf Konkurrenz, © KLM
Leitwerke von Maschinen der KLM und der Air France. © KLM

Die Fluggesellschaft Air France-KLM will mit einer neuen Langstrecken-Tochter arabischen Konkurrentinnen wie Emirates Paroli bieten. Die neue Gesellschaft soll in Frankreich parallel zu Air France antreten und den Konzern wieder in die Lage versetzen, in umkämpften Märkten neue Verbindungen anzubieten. "Der Status quo ist keine Option", sagte der neue Unternehmenschef Jean-Marc Janaillac jetzt in Paris.

Wir müssen eine neue Dynamik entwickeln, um auf unseren Märkten wieder in eine Führungsposition zu kommen.

Jean-Marc Janaillac, Chef von Air France-KLM

Am Aktienmarkt wurden die Nachrichten nach anfänglichen Kursverlusten positiv aufgenommen. Bis zum späten Vormittag gewannen die Aktien von Air France-KLM in Paris mehr als zwei Prozent an Wert.

Größere Rolle für Transavia und Hop

Den reinen Punkt-zu-Punkt-Verkehr will Janaillac künftig allein der Billigtochter Transavia und der Regionaltochter Hop überlassen - ähnlich wie es die Lufthansa mit ihrer Billigtochter Eurowings vorgemacht hat. Air France und KLM sollen sich auf den Verkehr an den Drehkreuzen Paris und Amsterdam konzentrieren.

Ähnlich absolviert die Lufthansa ihre Europaflüge bisher abseits von Frankfurt und München unter ihrer Billigmarke Eurowings. Diese soll aufgrund niedrigerer Gehälter und Betriebskosten im Wettbewerb mit anderen Low-Cost-Carriern wie Ryanair und Easyjet bestehen.

Wiederbelebung für alte Strecken

Die geplante, noch namenlose Langstrecken-Tochter ist Teil eines neuen, umfangreicheren Zukunftsplans mit den Namen "Trust Together". Das Projekt könnte weiteren Streit mit den Gewerkschaften herauf beschwören. Diese hatten sich in der Vergangenheit mit heftigen Streiks gegen Umstrukturierungen gewehrt - etwa gegen den Ausbau der Billigtochter Transavia.

Air-France-KLM-Chef Janaillac will den Konzern nun im Langstreckengeschäft wieder in die Offensive bringen, nachdem das Unternehmen in diesem Bereich zuletzt Marktanteile verloren hatte. Die neue Langstreckentochter will er vor allem in Märkten mit besonders hartem Wettbewerb einsetzen.

Jean-Marc Janaillac ist Chef bei Air France-KLM und Präsident bei Air France. Foto: © Air Fance-KLM

Dies gilt auch für Strecken, auf denen Air France bisher Verluste einfliegt oder von denen sich das Unternehmen in den vergangenen Jahren zurückgezogen hat. Rund 30 Prozent ihres Geschäfts soll die neue Fluglinie auf neu eröffneten Routen erzielen.

Neue Langstrecken-Tochter wird kein Billigflieger

Dabei soll sie nach dem Willen des Managements ausdrücklich nicht als Billigfluggesellschaft antreten. Der Konzern stellte ein "einfaches, modernes und innovatives Angebot" in Aussicht, das gleichzeitig die Qualitätsstandards von Air France erfülle.

Geplant sind zehn Maschinen, in den Cockpits sollen Piloten von Air France sitzen. Deren Arbeitsbedingungen will Janaillac aber an das Wettbewerbsumfeld anpassen. Auch Bedingungen für die Flugbegleiter will er vom Niveau der einstigen Staatsfluglinie Air France abkoppeln.

© Air Fance-KLM, Lesen Sie auch: Air France bekommt neues Führungsduo

Die Strategie mit den Piloten erinnert an ein Langstreckenprojekt der Lufthansa. Sie setzt in ihren Maschinen vom Typ A340 Piloten der Lufthansa-Regionaltochter Cityline ein. Diese fliegen um bis zu 20 Prozent günstiger als ihre Kollegen bei der Konzernmutter, aber immer noch unter der Marke "Lufthansa". Mit diesem Schritt sollen Langstrecken wieder rentabler werden.

Insgesamt peilt Janaillac auf der Langstrecke bis 2020 ein profitables jährliches Wachstum von zwei und drei Prozent an. Dann soll der Konzern auf 100 Millionen Fluggäste kommen - das wäre gut ein Viertel mehr als die 79 Millionen aus dem vergangenen Jahr.

Weniger Umsatz, mehr unterm Strich

Im Sommer machte Air France-KLM die Terrorangst in Europa weiter zu schaffen. Weil die Ticketpreise weiter sanken, fiel der Umsatz im dritten Quartal mit 6,9 Milliarden Euro um fünf Prozent niedriger aus als im Vorjahr.

Der operative Gewinn fiel trotz deutlich billigeren Treibstoffs um 15 Prozent auf 745 Millionen Euro. Der Überschuss stieg hingegen um 13 Prozent auf 544 Millionen Euro, nachdem ein Jahr zuvor Abschreibungen und ungünstige Währungskurse das Ergebnis belastet hatten.

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