Air France-KLM mit schwachem Ergebnis im ersten Quartal

Air France-KLM ist im ersten Quartal deutlich unter den Erwartungen geblieben. Die Airline begründet den fast doppelt so hohen Verlust im Vorjahresvergleich dabei ähnlich wie die Lufthansa ihre jüngsten Quartalszahlen.

Benjamin Smith (2.v.l), CEO von Air France/KLM, und Pieter Elbers (2.v.r), Präsident und CEO von KLM. © dpa / Michel Euler/AP/dpa

Die Fluggesellschaften der Air-France-KLM-Gruppe haben im ersten Quartal wegen des starken Wettbewerbs und höherer Kosten einen größeren Verlust als im Vorjahreszeitraum eingeflogen. Im Vergleich stieg der Verlust um knapp ein Fünftel auf 320 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Freitag in Paris mitteilte.

Ohne eine Steuererstattung wäre das Minus noch deutlich höher ausgefallen. Aus dem laufenden Geschäft stieg der Fehlbetrag mit 303 Millionen Euro sogar auf mehr als das Doppelte. Damit fielen die Zahlen nochmal schwächer aus als von Experten ohnehin erwartet.

Die Ticketpreise seien wegen der Ausweitung des Flugangebots in der Branche wie erwartet zu Jahresbeginn unter Druck geraten, sagte Vorstandschef Air-France-KLM-Chef Benjamin Smith. Zusätzlich seien die Treibstoffkosten gestiegen und Wechselkurse hätten Gegenwind gebracht.

Ähnlich begründete auch die Lufthansa Group vor wenigen Tagen einen Quartalszahlsverlust präsentieren musste. Vor allem auf den Kurz- und Mittelstrecken machte man beim Kranich "deutliche Überkapazitäten im Markt" aus. Jedoch rechnet der deutsche Konzern damit, dass die Ticketpreise in den nächsten Monaten wieder deutlich anziehen werden.

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Ausblick für das gesamte Jahr ändert sich nicht

Zwar hatte Air France-KLM im Quartal mit 22,7 Millionen Fluggästen drei Prozent mehr Passagiere befördert als im Vorjahresquartal. Allerdings lagen die Ticketpreise knapp zwei Prozent unter denjenigen des Vorjahrs, auch die Sitzplatzauslastung war geringer. Die Treibstoffrechnung kletterte um 140 Millionen Euro auf 1,2 Milliarden Euro.

Auch die Personalkosten stiegen im Quartal deutlich, weil das Unternehmen zusätzlich Mitarbeiter einstellte und höhere Löhne zu Buche schlugen. Den Gesamt-Ausblick für das Jahr bestätigte das Unternehmen.

Im Frühjahr war es nach dem Einstieg des niederländischen Staats bei der Airline zu Verstimmungen gekommen. Die Niederländer hatten ohne Vorankündigung rund 12,7 Prozent an der Fluggesellschaft gekauft, die Regierung in Paris war davon nicht begeistert. Die Franzosen besitzen gut 14 Prozent am Konzern.

Von: dk, dpa

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