Rundschau Air France will Aigle Azur und ein Ex-Lufthansa-Manager wird Regierungschef

Air France-KLM meldet schwache Buchungszahlen, das hält den Konzern aber nicht davon ab, ein Angebot für die insolvente Aigle Azur abzugeben. Derweil schafft es ein ehemaliger Lufthansa-Direktor an die Spitze der Regierung Georgiens. Unsere Übersicht mit den Kurzmeldungen und der Presseschau des Tages.

Bald Air-France-Angestellte? Crewmitglieder von Aigle Azur beim Erstflug von Paris Orly nach Berlin Tegel. © FBB

Jeden Abend gibt es auf airliners.de die kompakte Rundschau mit den Randnotizen und dem Pressespiegel des Tages.

Die Randnotizen des Tages

Air France hat ein Übernahmeangebot für die angeschlagene Airline Aigle Azur abgegeben, bestätigte ein Sprecher der Fluggesellschaft. Nähere Details zu dem Angebot gab es zunächst nicht. Neben der Offerte von Air France seien noch weitere Übernahmeangebote eingereicht worden, berichtete die französische Nachrichtenagentur AFP.

Der Airline-Konzern Air France/KLM hat das schwächere Konjunkturumfeld zu spüren bekommen. So sind die Buchungen in der Hauptreisezeit geringer ausgefallen als erwartet, teilte der französisch-niederländische Konzern am Montag in Paris mit. Die Aktie verlor gegen Mittag mehr als acht Prozent an Wert.

Der Namenswechsel von Germania Flug AG zu Chair Airlines AG ist abgeschlossen. Laut Airline-Meldung wurde der Wechsel nun vollzogen. An der Rechtsform und der Struktur ändere sich nichts. Die rechtliche Umfirmierung hatte sich immer wieder verzögert.

Daimler und der chinesische Großaktionär Geely weiten ihre Kooperation auf Flugtaxis aus. Der chinesische Konzern steigt über eine Finanzierungsrunde bei der deutschen Flugtaxi-Firma Volocopter ein, wie die Unternehmen mitteilten. Daimler ist bereits seit 2017 an dem Start-Up beteiligt, das helikopterähnliche Flugtaxis mit Elektroantrieb entwickelt.

Giorgi Gakharia Der frühere Lufthansa-Manager Giorgi Gacharia ist neuer Regierungschef Georgiens. Laut einer dpa-Meldung war der frühere Innenminister von 2008 bis 2013 als Direktor bei der Lufthansa für die Geschäftsentwicklung in Osteuropa und in den Staaten der früheren Sowjetunion zuständig.

Der Elektronik-Fachhändler "Capi" hat seinen dritten Shop am Flughafen Wien eröffnet. Laut Mitteilung finden Reisende das neue Angebot in der Plaza im Terminal 2. Das Sortiment reicht von Kopfhörern bis Smartphones oder Tablets.

Das schreiben die Anderen

Es gibt zu wenig Flugzeuge! Ein Beispielflug von München nach Wien zeigt, wie Fluglotsen den Luftraum organisieren und was passiert, wenn sie fehlen. Zu sehen in der Reihe "Gut zu wissen" des BR.

Ende März stellte die damals zweitgrößte isländische Airline ihren Betreib ein. Gut ein halbes Jahr später soll Wow Air wieder abheben. Die US-Firma USAerospace Associates hatte die Namensrechte und Slots von Wow Air zu einem nicht genannten Preis gekauft und will die Airline mit zwei Maschinen wieder abheben lassen, schreibt das Schweizer portal "Travelnews".

Geht es nach Fraport, könnte es ab 2024 Flüge mit dem Flugtaxi von Wiesbaden zum Frankfurter Flughafen geben. Noch fehle ein tragfähiges Regelwerk, Konzepte für die Abfertigung der Passagiere am Boden und die Organisation und Koordination der Flüge in einem Luftraum, schreibt Oliver Bock für "FAZ online".

Wenn auch Sie einen spannenden Lesetipp für unsere tägliche Presseschau haben, mailen Sie uns: feedback@airliners.de

Von: airliners.de

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