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"Air Berlin"-Marken werden später verkauft

Rund 180 Markennamen, Wortmarken und 1000 Internet-Domains der Air Berlin muss Insolvenzverwalter Lucas Flöther zu Geld machen. Der Verkauf ist jetzt vertagt. Aus einem ganz praktische Grund.

Air Berlin befindet sich derzeit in einer umfassenden Umstrukturierung. © dpa / Federico Gambarini

Mitte Februar hatte Air-Berlin-Insolvenzverwalter Lucas Flöther angekündigt, die Rechte für die Marke "Air Berlin" verkaufen zu wollen. Dabei handelt es sich um zahlreiche Begriffe, Wortmarken und Internet-Domains. Dieser Plan liege jetzt erstmal auf Eis, teilte Flöther nun gegenüber der dpa mit. Neben den Markrechten solle nun auch die Domain "airberlin.de" zu einem späteren Zeitpunkt verkauft werden.

Der Grund dafür ist einfach: Mehr als 1,3 Millionen Gläubiger müssten betreut werden. Die meisten von ihnen sind Passagiere. Für sie sei unter anderem eine Internetseite als Anlaufstelle eingerichtet worden, die den Markennamen nutze. Daher habe er gemeinsam mit dem Gläubigerausschuss entschieden, die Marke erst später zu verkaufen.

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Insolvenzverwalter Flöther muss dabei unter anderem auch möglichst viel zu Geld machen, um die Gläubigerforderungen zu befriedigen. Derzeit arbeiten noch gut 60 der 8000 Beschäftigten des Konzerns bei Air Berlin. In den nächsten Jahren wird die Fluggesellschaft abgewickelt.

180 Markennamen und 1000 Internet-Domains

Das Portfolio umfasst rund 180 von Air Berlin geschützte Markennamen und Wortmarken. Neben "Air Berlin" und "LTU" stehen auch Marken wie "JustFly", "airbistro" oder "airdüsseldorf" zum Verkauf. Außerdem stehen rund 1000 Internet-Domains zum Verkauf. Neben Domains, die in direktem Air-Berlin-Bezug stehen, wie "airberlin.com" oder "ltu.com", werden auch zahlreiche weitere Domains angeboten, in denen die Namen der Airlines nicht vorkommen, zum Beispiel "mallorca-shuttle.com", "city-shuttle.com" oder "jubelpreise.com".

Erste Namen seien auch bereits erfolgreich verkauft worden, hieß es. Um welche Marken es sich handelt, wer die neuen Besitzer sind und welche Kaufpreise sie gezahlt haben, wollte Flöther mit Verweis auf vereinbartes Stillschweigen nicht sagen.

Inventar versteigert

Nach dem Verkauf der operativen Teile wurde auch das Air-Berlin-Inventar versteigert. Unter dem Hammer kamen unter anderem Trolleys, Business-Class-Sitze, Flugzeugmodelle aber auch die bekannten Schokoherzen.

Von: br mit Material dpa-AFX

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