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Flugzeuge von Air Berlin und Eurowings auf dem Flughafen Düsseldorf. © AirTeamImages.com / Rudi Boigelot/Alun Morris Jones, Kollage: a.de

Nun ist es offiziell: Die Lufthansa Group mietet 38 Flugzeuge von Air Berlin und setzt sie bei ihren Töchtern Eurowings und Austrian Airlines ein. Eine entsprechende Vereinbarung ist jetzt unterzeichnet worden. Darüber informierten die beteiligten Fluggesellschaften, die Ende September eine Absichtserklärung zur Übernahme der Maschinen abgegeben hatten.

Das Abkommen hat den Angaben zufolge eine Laufzeit von sechs Jahren und soll vorbehaltlich behördlicher Genehmigungen ab Februar in Kraft treten. Die Flugzeuge werden zu "marktüblichen Konditionen geleast", teilte Lufthansa mit.

Ältere Maschinen werden schrittweise ausgeflottet

33 der Air-Berlin-Flugzeuge sollen im Rahmen der Wet-Lease-Vereinbarung für die Lufthansa-Billigplattform Eurowings abheben. Die Jets vom Typ Airbus A319 und A320 würden optimal zur einheitlichen Airbus-Flotte der Eurowings passen und werden komplett mit Cockpitcrew, Kabinenpersonal und Wartungsverträgen angemietet, hieß es. Mit dem Zugang der neuen Maschinen von Air Berlin will Eurowings sukzessive bis zu 20 ältere Flugzeuge vom Typ Airbus A320 aus der Flotte nehmen.

© Brussels Airlines, Lesen Sie auch: Lufthansa integriert Brussels Airline in Eurowings-Gruppe

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Weitere fünf der bereederten Flugzeuge werden die Flotte von Austrian Airlines ergänzen. Die Einflottung der Flugzeuge vom Typ Airbus A320 - die künftig in den Farben der österreichischen Fluggesellschaft fliegen - wird im März und April nächsten Jahres gestaffelt erfolgen, hieß es in einer Mitteilung.

Air Berlin wird kräftig umgebaut

Der jetzt festgezurrte Leasing-Deal mit der Lufthansa ist für Air Berlin ein wichtiger Schritt in die Zukunft. Die angeschlagene Fluggesellschaft versucht mit einem radikalen Umbau wieder auf Kurs zu kommen. So sollen unter anderem 1200 Stellen gestrichen werden. Für die Air Berlin Group arbeiten nach Unternehmensangaben rund 8.900 Mitarbeiter.

Zudem gehört dazu die Trennung vom Touristikteil. Mit nur noch 75 Maschinen will sich Deutschlands zweitgrößte Fluggesellschaft künftig auf den Netzwerkverkehr auf der Kurz- und Langstrecke konzentrieren.

Im Rahmen dieser Strategie wurde erst unlängst die österreichische Tochter Niki an die arabische Etihad verkauft. Die gut 20 Niki-Maschinen sollen demnächst für einen neuen Ferienflieger mit Sitz in Wien abheben, in dem auch die Tuifly aufgeht.

© dpa, Lesen Sie auch: So soll Tuifly mit dem Air-Berlin-Touristikteil verschmelzen

Air Berlin selbst feilt derweil weiter am Ausbau ihres Business-Netzwerks. So zieht die Airline in Paris von Orly zum Hauptflughafen Charles de Gaulle. Die täglichen Frequenzen werden auch zu anderen europäischen Metropolen signifikant erhöht. Das Ziel: die Konnektivität verbessern für mehr Umsteigemöglichkeiten.

Dabei konzentriert sich Air Berlin nicht nur auf Deutschland. So soll es etwa aus Skandinavien, Polen und Israel mehr koordinierte Umsteigeverbindungen auf die Langstrecke geben. Im Fokus stehen dabei weiter die Verbindungen in die USA und nach Abu Dhabi, dem Interkontinentaldrehkreuz von Air-Berlin-Großaktionär Etihad Airways.

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