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Air-Berlin-Chef Thomas Winkelmann. © dpa / Paul Zinken

Der Verkaufsprozess um die insolvente Air Berlin droht zu scheitern. Denn sollten bis Donnerstag keine Verträge mit den "bevorzugten Bietern" Lufthansa oder Easyjet geschlossen werden, verfalle die Exklusivität der Verhandlungen mit den beiden Airlines. Dies schreiben Vorstandschef Thomas Winkelmann und der Generalbevollmächtigte Frank Kebekus in einem Brief an die Mitarbeiter.

Aktuell stocken allerdings die Verhandlungen mit Easyjet laut eines Medienberichts. So berichtet die "B.Z.", dass Easyjet das vorgelegte Angebot von 50 Millionen Euro verringern wolle.

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Sollten die Verhandlungen scheitern, wäre Air Berlin wieder offen für andere Bieter. Neben Lufthansa und Easyjet hatten rund ein Dutzend weiterer Interessenten Angebote für den Pleite-Carrier abgegeben.

Die neuen Verhandlungen müssten allerdings sehr schnell gehen. Denn Air Berlin geht das Geld aus. In diesem Punkt ist der Brief von Kebekus und Winkelmann sehr deutlich: "Eine Fortsetzung des Geschäftsbetriebs ist aufgrund der hohen Verluste, die derzeit und prognostiziert dauerhaft entstehen, unmöglich und unzulässig", heißt es in dem Schreiben.

Für das zweite Quartal wies Air Berlin Anfang des Monats einen Verlust von rund 141 Millionen Euro aus - knapp 58 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Aktuell läuft der Betrieb nur Dank eines Übergangskredits des Bundes.

Flugcode AB verschwindet auf jeden Fall

Eines ist derweil bereits schon jetzt klar: Selbst wenn Air Berlin im Rahmen der aktuellen "Insolvenz in Eigenverwaltung" einen Käufer findet, verschwindet der "AB"-Flugcode schon Ende Oktober aus den Flugplänen. Das skizziert das Air-Berlin-Management in dem Brief an die Mitarbeiter: Ein eigenwirtschaftlicher Flugverkehr sei spätestens ab dem 28. Oktober nicht mehr möglich.

Klar ist ebenfalls, dass Tickets der Air Berlin für Flüge nach dem 28. Oktober bei den möglichen Nachfolgern nicht gültig sind. "Diese Tickets verfallen", erklärte ein Unternehmenssprecher. Sollten sie nach dem 15. August gekauft worden sein, können die Kunden auf eine Rückzahlung vom eigens für diese Fälle angelegten Treuhand-Konto rechnen.

Dies bedeutet allerdings nicht, dass Air Berlin zum Winterflugplan den Betrieb einstellt. Stattdessen würden Eurowings-"EW"- und Easyjet-"U2"-Flüge daraus. Ähnlich macht es Lufthansa bereits zum Teil mit jenen Air-Berlin-Flügen, die seit Februar für Eurowings und Austrian Airlines abheben.

Hintergrund dafür ist, dass die wertvollen Air-Berlin-Slots am "Operating Carrier" hängen. Einigt sich Air Berlin mit der Eurowings-Mutter Lufthansa und Easyjet auf einen Verkauf, würden diese sofort die bisherigen Air-Berlin-Flüge einfach als "Marketing Carrier" in einem Wet-Lease unter eigenen Codes verkaufen können. Die Slots wären somit quasi an die Käufer transferiert.

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Somit würde Air Berlin im Falle eines Verkaufs auch über Oktober hinaus weiter operieren, nur nicht mehr nach außen sichtbar unter eigener Marke. "Nach Abschluss der Kaufverträge über die von den Bietern zu erwerbenden Teile der Air-Berlin-Tätigkeit muss das Unternehmen die eigene Geschäftstätigkeit Zug um Zug beenden", heißt es in dem Schreiben. Der Flugverkehr der nicht insolventen Unternehmensteile Niki und LGW werde so lange es geht wie geplant unter den Codes HG beziehungsweise HE weitergeführt.

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