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AHS durch Coronakrise in Existenz bedroht

Bodenabfertiger AHS bangt in der Coronakrise um seine Existenz. Aktuell ringen Management und Betriebsrat um die Konditionen rund um die Kurzarbeit für die Beschäftigten. Die Gewerkschaften fordern eine Aufstockung.

Bodenabfertigung einer Boeing 737-500 © airteamimages.com / SilverWingPix

Beim Bodenverkehrsdienstleister Aviation Handling Services sollen nach Informationen der Gewerkschaft Verdi allein am Flughafen Hannover von April bis Juni 200 Beschäftigte in Kurzarbeit gehen. Weil deren Löhne oft schon niedrig seien, forderte der Betriebsrat die Arbeitgeber nun zur Aufstockung des Kurzarbeitergeldes über die regulären 60 beziehungsweise 67 Prozent (für Eltern) des Nettolohns auf.

Nötig seien bis zu 90 Prozent, da einige Kollegen sonst in Hartz IV abzurutschen drohten. Es gebe in Hannover gute Betriebsvereinbarungen mit der AHS zu verschiedenen Fragen, hieß es bei Verdi.

Das Land Niedersachsen und die Stadt Hannover müssten sich als Miteigentümer des Airports nun dafür einsetzen, dass AHS etwa Liquiditätshilfen beantragen und damit die Zahlungen an die Beschäftigten aufstocken könne. Die Luftfahrt gehört mit dem Tourismus und Gastgewerbe zu den Branchen, die von der Corona-Pandemie am schwersten getroffenen sind.

Laut einem Bericht von "Aero.de" rechne das Unternehmen ab April damit, keinen Umsatz mehr zu generieren. Das könne AHS nur kurz durchhalten.

Von: br, dpa

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