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Bergungsaktion startet am 21. April AF447: Heckteil lokalisiert

Nachdem Anfang April Wrackteile des verunglückten Air-France-A330 im Atlantik entdeckt wurden, haben Ermittler nun bei der Auswertung der Bilder offenbar das Heckteil der Maschine entdeckt. Hier verbaut Airbus auch die Flugdatenschreiber.

Rumpfteil von Flug AF447 © BEA
Fahrwerk des verunglückten Air-France-A330 © BEA / BEA
Trümmerteile des verunglückten A330 der Air France im Atlantik © BEA / BEA
Trümmerteile des verunglückten A330 der Air France im Atlantik © BEA / BEA
Tr © BEA / BEA
Triebwerk von Flug AF447 © BEA

Die Chance auf eine Bergung der Flugdatenschreiber von Flug AF 447 ist knapp zwei Jahre nach dem Absturz der Air-France-Maschine über dem Atlantik gestiegen. Beim Auswerten der Roboterbilder vom Trümmerfeld in 4.000 Metern Tiefe haben Ermittler offenbar das Heckteil des Jets lokalisiert. Das werde die Suche bei der fünften Bergungsexpedition ab dem 21. April erleichtern, schreibt die französische Zeitung «Le Figaro» (Donnerstag) unter Berufung auf die Flugunfalluntersuchungsbehörde BEA. Die beiden Flugdatenschreiber sind beim Airbus im Heck angebracht.

Ihre Daten sollen bei der vom französischen Staat mit fünf Millionen Euro finanzierten Aktion geborgen und ausgelesen werden, um das Unglück mit 228 Toten endlich aufzuklären. Die Wrackteile waren Anfang April nur fünf Seemeilen nördlich der letzten bekannten Position des Airbus A330 geortet worden.

Der Air-France-Flug AF 447 war am 1. Juni 2009 auf dem Weg von Rio nach Paris in einer Unwetterfront nach dem Ausfall von Geschwindigkeitsmessern und anderen Geräten abgestürzt. Die bisherigen Erkenntnisse reichten zur Klärung der Unglücksursache allerdings nicht aus. Als wahrscheinlich gilt aber, dass der Jet nach schnellem Höhenverlust erst beim Aufprall auf dem Wasser zerbarst.

Von: dpa

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