AF447: Bericht zu Absturz-Ursache am Freitag

Rund zwei Jahre nach dem Absturz eines Airbus A330 der Air France über dem Atlantik sollen in dieser Woche neue Erkenntnisse über das Unglück veröffentlicht werden. Die französische Behörde BEA will am Freitag eine Analyse des Unfallhergangs vorlegen.

Bergung eines Wrackteils © dpa

Gut zwei Jahre nach dem Absturz eines Air-France-A330 über dem Atlantik soll am Freitag eine erste Analyse des Unfallhergangs vorgestellt werden. Die zuständige Luftfahrtbehörde BEA kündigte am Montag an, sie werde auch weitere Erkenntnisse aus der Auswertung der Flugdatenschreiber von Flug AF447 Rio-Paris präsentieren.

Nach der Entdeckung und Bergung von Flugdatenschreiber und Stimmenrekorder vom Meeresgrund waren bereits die letzten Minuten des Fluges rekonstruiert worden. Dabei hatte sich herausgestellt, dass der Airbus in knapp vier Minuten aus rund 11.500 Metern Höhe ins Meer gestürzt war.

Die Cockpit-Besatzung hatte aus bisher unbekanntem Grund nicht mit entsprechenden Gegenmaßnahmen auf den Strömungsabriss an den Tragflächen reagiert. Die Flugschreiber waren erst vor wenigen Wochen aus knapp 4000 Metern Tiefe vom Meeresgrund geborgen worden.

Ein danach veröffentlichter Zwischenbericht, der die letzten Minuten vor dem Absturz protokolliert, hatte Ende Mai dem Streit über die Verantwortung für den Unfall neue Nahrung gegeben. In französischen Medien waren Spekulationen über mögliche Pilotenfehler laut geworden. Die Ermittler hatten stets betont, dass die Frage nach der Verantwortung noch nicht geklärt sei.

Die Air-France-Maschine war am 1. Juni 2009 auf dem Nachtflug von Rio nach Paris in einer Unwetterzone abgestürzt. Alle 228 Menschen an Bord kamen ums Leben.  

 

Von: dpa

Lesen Sie jetzt
Themen
Fluggesellschaften Verkehr Air France Airbus Zwischenfälle