ADV-Zahlen: Mehr Passagiere aber weniger Luftfracht im Juli

Der Flughafenverband ADV hat die Verkehrszahlen für den Monat Juli veröffentlicht. Demnach weisen die Passagierzahlen im vierten Monat in Folge ein verhalten positives Wachstum auf. Die Luftfracht ging jedoch wieder zurück.

Fluggäste warten auf dem Flughafen in Hamburg auf die Abfertigung an einem Check-in-Schalter. dpa / Bodo Marks
Monatliche Entwicklung des Passagierverkehrs Januar 2012 bis Juli 2013 © ADV
Monatliche Entwicklung des Luftfrachtverkehrs Januar 2012 bis Juli 2013 © ADV
Flugzeugbewegungen Januar 2012 bis Juli 2013 © ADV

Im Juli 2013 nutzten über 20 Millionen Passagiere die deutschen Flughäfen. Dies entspricht einem Wachstum von 0,4 Prozent (an+ab) gegenüber dem Vorjahresmonat, wie der Flughafenverband ADV am Mittwoch mitteilte. Die umgeschlagene Luftfracht nahm gegenüber dem Vorjahresmonat um -0,6 Prozent (an+ab) auf gut 366.000 Tonnen ab. Die Zahl der gewerblichen Flugbewegungen liegt mit gut 188.000 Starts und Landungen noch immer unter dem Vorjahreswert – was einen Verkehrsrückgang von -2,0 Prozent bedeutet.

Die Verkehrsentwicklung gestaltet sich an den einzelnen Flughäfen dabei sehr unterschiedlich und muss im Kontext der spezifischen Angebotssituationen an den Flughäfen gesehen werden. Der innerdeutsche Luftverkehr wächst gegenüber dem Vorjahr den zweiten Monat in Folge mit +2,0 Prozent. Der Europaverkehr wächst verhalten mit +0,6 Prozent, während der Interkont-Verkehr gegenüber dem Vorjahresmonat wieder um -2,1 Prozent zurückgeht.

Das den vierten Monat in Folge verhaltene positive Passagierwachstum und die noch immer rückläufigen Flugbewegungen spiegeln laut ADV hauptsächlich die strukturellen Veränderungen wider. Vermehrt wird mit größerem Fluggerät – dafür aber weniger geflogen. Zugleich werden aber trotzdem mehr Passagiere befördert.

Das Wachstum in der Luftfracht ist im Juli wieder geringfügig zurückgegangen. Die Wachstumsraten für Einladungen mit -2,6% bedeuten knapp 197.000 Tonnen. Die Ausladungen mit +1,9% und fast 170.000 Tonnen liegen deutlich über den Werten des Vorjahres. Das Verhältnis Ausladung/Einladung zeugt von einer wieder erstarkenden Wirtschaft im Ausland, der jedoch der Konsum im Ausland noch hinterherhinkt.

Die ersten sieben Monate im Blick

In den ersten sieben Monaten diesen Jahres wurden an den deutschen Flughäfen über 114 Millionen Passagiere gezählt. Dies liegt geringfügig -0,2 Prozent (an+ab) unter dem Vorjahreswert. Der innerdeutsche Luftverkehr ist mit -4,8 Prozent noch immer stark rückläufig, während der Europaverkehr mit +1,3 Prozent und der Interkont-Verkehr mit +0,8 Prozent verhalten zunehmen.

Nach den ersten sieben Monaten stagniert die Luftfracht mit +0,1 Prozent und rund 2,48 Millionen Tonnen gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Ausladungen mit 1,16 Millionen Tonnen und +0,3 Prozent wachsen verhalten und die Einladungen stagnieren bei 0,0%, was 1,33 Millionen Tonnen entspricht. Die volatile Entwicklung im Luftfrachtbereich in den zurückliegenden Monaten verdeutlicht die unsichere konjunkturelle Entwicklung vor allem in Europa.

Von: airliners.de mit ADV

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