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Trümmerteile der ukrainischen Passagiermaschine liegen am Absturzort in Teheran. © dpa / Rouzbeh Fouladi/ZUMA Wire

Nach Hinweisen auf einen Abschuss des ukrainischen Passagierflugzeugs im Iran will das Land nun doch neben Experten aus der Ukraine auch internationale Fachleute an den Untersuchungen zur Absturzursache beteiligen, unter anderem aus den USA, Kanada und Frankreich beteiligen. Das gab der Leiter der iranischen Luftfahrtbehörde, Ali Abedsadeh, am Donnerstagabend im iranischen Fernsehen bekannt.

Die Blackboxen des Flugzeuges sollen im Iran untersucht werden. Falls dies aber aus technischen Gründen nicht möglich sein sollte, wären auch Untersuchungen im Ausland denkbar. Es sollten alle technischen Möglichkeiten in Betracht gezogen werden, um die Absturzursache umgehend zu klären, sagte Abedsadeh.

Die US-Verkehrssicherheitsbehörde NTSB bestätigte eine förmliche Einladung zur Teilnahme an der Untersuchung. Die NTSB ernannte daraufhin nach eigenen Angaben einen Delegierten, der sie bei der Untersuchung vertreten soll. Zunächst hatte es aus dem Iran geheißen, man werde die USA nicht beteiligen.

© dpa, Igor Kovalenko Lesen Sie auch: So ist das Vorgehen bei Flugunfalluntersuchungen geregelt Hintergrund

Die französische Regierung hatte sich zuvor bereit erklärt, an der Untersuchung zur Ursache des Absturzes einer ukrainischen Passagiermaschine im Iran mitzuwirken. Frankreich könne zur erforderlichen technischen Expertise beitragen, sagte Außenminister Jean-Yves Le Drian am Freitag dem Rundfunksender RTL. Allerdings liege ihm bislang keine entsprechende Bitte der iranischen Regierung vor.

Spekulationen um Abschuss

Bei dem Absturz waren am Mittwoch mehr als 170 Menschen ums Leben gekommen - darunter 63 Kanadier. Kurz zuvor hatte der Iran zwei von US-Soldaten genutzte Stützpunkte im Irak angegriffen.

Der kanadische Premierminister Justin Trudeau "verschiedene" Geheimdienstinformationen deuteten darauf hin, dass die Maschine "von einer iranischen Boden-Luft-Rakete abgeschossen wurde". Dies könnte nach seinen Worten "unabsichtlich" geschehen sein. Der kanadische Premier verwies auf "Informationen aus verschiedenen Quellen, auch von unseren Verbündeten und unseren eigenen Geheimdiensten".

Der Verdacht eines Raketeneinschlags wurde vom britischen Premierminister Boris Johnson gestützt. Er erklärte, es gebe zunehmende Indizien dafür, dass eine iranische Rakete den Absturz verursacht haben könne. Der mutmaßliche Raketenbeschuss des Flugzeugs "könnte wohl unabsichtlich gewesen sein". US-Präsident Donald Trump hatte sich zuvor vager geäußert. Er sagte, er habe einen "Verdacht": "Jemand auf der anderen Seite könnte einen Fehler gemacht haben." Trump sagte, er halte ein technisches Problem am Flugzeug als Absturzursache für ausgeschlossen.

Die Behauptung, dass die Maschine von einem iranischen Raketenabwehrsystem getroffen worden sei, bezeichnete der Leiter der iranischen Luftfahrtbehörde dagegen als technisch und wissenschaftlich "absurd". Vielmehr sei er der Auffassung, dass die Amerikaner solche Gerüchte in die Welt setzten, um das bereits international angekratzte Image von Boeing nicht noch weiter zu beschädigen, so Abedsadeh.

Die US-Fernsehsender CBS und CNN berichteten derweil unter Berufung auf namentlich nicht genannte Regierungsvertreter, Satelliten- und Radardaten deuteten darauf hin, dass das iranische Luftabwehrsystem irrtümlich das Flugzeug abgeschossen haben könnte. CBS meldete, US-Satelliten hätten kurz vor dem Absturz der Maschine den Start von zwei Boden-Luft-Raketen beobachtet.

© dpa, Ebrahim Norooz Lesen Sie auch: Boeing 737-800 von Ukraine International Airlines bei Teheran abgestürzt

Die Lufthansa und ihre Konzerntöchter fliegen nach dem mglichen Abschuss der ukrainischen Passagiermaschine bis einschließlich 20. Januar nicht in die iranische Hauptstadt Teheran. Dies sei "aufgrund der unklaren Sicherheitslage für den Luftraum rund um den Flughafen in Teheran" so entschieden worden, teilte Deutschlands größte Fluggesellschaft am Freitag in Frankfurt mit.

Gemeinsam mit nationalen und internationalen Behörden werde die Sicherheitslage für den Flughafen Teheran sowie den gesamten iranischen Luftraum weiterhin bewertet. "Sobald uns Detailinformationen vorliegen, werden wir entscheiden, ob beziehungsweise ab wann unsere Iran-Flüge wieder durchgeführt werden können."

Ihren für Freitag geplanten Flug von Frankfurt nach Teheran hatte die Lufthansa gestrichen. Am Donnerstag hatte die Lufthansa eine Maschine, die bereits unterwegs nach Teheran war, umkehren lassen. Der Flug LH 600 sei nach rund einer Stunde Flugzeit vorsorglich nach Frankfurt zurückkehrt, erklärte eine Sprecherin. Eigentlich wollte die Lufthansa am Donnerstag nach eintägiger Unterbrechung wegen der Zuspitzung des Iran-Konflikts ihre Flüge in die iranische Hauptstadt wieder aufnehmen.

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