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Australische und niederländische Ermittler untersuchen ein Wrackteil der über der Ukraine abgestürzten Maschine der Malaysia Airlines. © dpa / Igor Kovalenko
Teile der über der Ukraine abgestürzten Maschine. © dpa / EPA/Robin Van Lonkhuijsen
Stimmenrekorder der abgestürzten A320 der Germanwings © Bureau d'Enquêtes et d'Analyses (BEA)
Ein Hubschrauber der Gendarmerie startet in Seyne-les-Alpes zur Absturzstelle der abgestürzten Germanwings-A320. © dpa / Peter Kneffel

Sobald ein Flugzeug irgendwo auf der Welt verunglückt, beginnen die Spekulationen zur Unfallursache. Auch in Fachkreisen stehen sofort zwei Fragen im Raum: Was ist passiert und wie kann das in Zukunft verhindert werden?

Damit die Aufarbeitung von Unfällen und Störungen im Flugbetrieb möglichst effizient und standardisiert abläuft, wurden über die Jahre hinweg international geltende Richtlinien zur Ermittlung zu Flugzeugunfällen definiert und immer wieder verfeinert.

Grundlage für die Standards ist dabei das "Chicagoer Abkommen über die internationale Zivilluftfahrt" von 1944, das zur Gründung der internationalen Zivilluftfahrtorganisation ICAO (International Civil Aviation Organization) geführt hat. Der "Anhang 13" formuliert dabei die für alle Mitgliedsstaaten geltenden Regeln bei Unfällen. Bis heute haben insgesamt 191 Staaten das Abkommen ratifiziert.

Den Richtlinien zufolge soll eine einzige Stelle für die Koordinierung der Untersuchungen federführend zuständig sein. Demnach ist das Land für die Leitung der Flugunfalluntersuchungen zuständig, auf dessen Territorium sich der Zwischenfall ereignet hat.

Untersuchung kann an anderes Land abgegeben werden

Für den Fall, dass sich der Unfall in staatenlosem Gebiet oder aber in einem Nicht-ICAO-Mitgliedsland ereignet hat, übernimmt das Land die Untersuchung, in dem das Unglücksflugzeug registriert war. Ein Staat kann die Durchführung der Untersuchung zudem einem anderen Land übertragen, so etwa geschehen beim Malaysia-Airlines-Unglück über der Ukraine (Flug MH17). Da die Ukraine eigentlich für die Untersuchungen zuständig war, allerdings keinen Zugang zum Kriegsgebiet hatte, übergab sie die Leitung an die Niederlande.

In diesem Fall gab es unter den Passagieren viele niederländische Opfer, was die Niederlande laut ICAO ohnehin zur Partizipation an den Untersuchungen berechtigt hat, wenn auch in einem eingeschränkten Maße. So dürfen Experten aus Ländern, deren Staatsangehörige bei einem Unfall zu Schaden gekommen sind, die Unfallstelle besichtigen und haben einen Mindesteinblick in den Stand der Ermittlungen.

Auch Flugzeughersteller kann sich beteiligen

Stärker involviert werden dagegen die staatlichen Untersuchungsstellen der Länder, in denen das Unglücksflugzeug und die betroffene Fluggesellschaft registriert sind. Gleichzeitig können Ermittler aus den Herkunftsländern des betroffenen Flugzeugherstellers sowie wichtiger Flugzeugkomponenten - wie etwa den Triebwerken - an den Untersuchungen teilnehmen.

Die Regelungen gehen aber noch weiter. So wird vorgeschrieben, dass die Ermittler "so bald wie möglich" einen Abschlussbericht zum Unglück vorlegen müssen. Sollte das nicht möglich sein, muss die Sicherheitsuntersuchungsstelle spätestens zum Jahrestag des Unglücks einen Zwischenbericht veröffentlichen, so etwa geschehen bei dem bis heute ungeklärten Verschwinden von Malaysia Airlines Flug MH370.

Da das Ziel der Unfallermittlungen eine nachhaltige Verbesserung der Luftsicherheit ist, werden die Ermittler zudem angehalten, Empfehlungen für etwaige "Präventivmaßnahmen" abzugeben und mit den Luftfahrtbehörden abzustimmen. So soll sichergestellt werden, dass sich Flugzeugunglücke niemals wiederholen. Während die Sicherheitsuntersuchungen das Ziel haben, künftige Unfälle und Störungen zu verhindern, bleibt die Aufarbeitung der rechtlichen Themen rund um Schuld und Haftung nach einem Flugzeugunglück die Sache von Gerichten.

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