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Das rekonstruierte Wrack der Passagiermaschine des MH17-Fluges. © dpa / Peter Dejong

Fast sieben Jahre nach dem Abschuss des Passagierflugzeugs MH17 über der Ukraine haben niederländische Richter zum ersten Mal das Wrack begutachtet. Die Richter inspizierten am Mittwoch Trümmerteile des Flugzeugs, die auf dem niederländischen Militärflughafen Gilze-Rijen von Experten untersucht und auf ein Drahtgestell montiert wurden. Die Richter kletterten auch auf eine Leiter, um von oben in das rekonstruierte Wrack zu schauen.

"Uns ist klar, dass dieser Besuch der Rekonstruktion von MH17 als Teil der Beweisaufnahme emotional sehr belastend für die Angehörigen sein wird", sagte der Vorsitzende Richter Hendrik Steenhuis, der seit über einem Jahr vier Angeklagten in Abwesenheit den Prozess macht.

Das Hauptverfahren um den Abschuss von Flug MH17 beginnt nun am 8. Juni. Die Maschine von Malaysia Airlines war am 17. Juli 2014 vom Amsterdamer Flughafen Schiphol aus in Richtung Kuala Lumpur gestartet. Bei dem Abschuss über dem Konfliktgebiet im Osten der Ukraine wurden alle 298 Menschen an Bord getötet, unter ihnen 196 Niederländer und 38 Australier. Auch vier Deutsche waren unter den Opfern.

Der Vorsitzende Richter sprach von einem emotionalen Moment für die Familien. "Es geht um das Flugzeug, mit dem ihre Nächsten unterwegs waren zu einem Ziel, das sie nie erreichten." Die Angehörigen konnten den Lokaltermin des Gerichts über einen Live-Stream verfolgen.

Ein internationales Ermittlerteam kam im Mai 2018 zu dem Schluss, dass die Maschine von einer BUK-Rakete abgeschossen wurde, die von einer Luftabwehrbrigade im russischen Kursk stammte. Die Niederlande und Australien machten daraufhin Russland für den Abschuss der Maschine und den Tod der 298 Insassen verantwortlich. Moskau bestritt jede Verwicklung und beschuldigte seinerseits die Regierung in Kiew.

Internationale Experten hatten aus den Trümmern die Boeing rekonstruiert. Dabei ist zu sehen, dass die Rakete an der linken Seite explodiert war. Für den Abschuss der Maschine und den Mord an 298 Menschen sind vier Männer angeklagt, drei Russen und ein Ukrainer. Alle sind flüchtig. Da die meisten Opfer aus den Niederlanden kamen, findet der Prozess in dem Land statt.

Nach jahrelangen Ermittlungen hatte der Prozess im vergangenen Jahr zunächst mit Verfahrensfragen begonnen.

Im März 2020 hatte in den Niederlanden ein Prozess gegen drei Russen und einen Ukrainer begonnen. Die vier Angeklagten, denen in Abwesenheit der Prozess gemacht wird, werden unter anderem beschuldigt, die Rakete in die Ostukraine gebracht zu haben. Sie sollen in den Reihen der prorussischen Separatisten im Osten der Ukraine hohe Ränge bekleidet haben.

In der Ost-Ukraine herrscht seit 2014 Krieg. Russland unterstützt in dem Konflikt die prorussischen Rebellen, die in Luhansk und Donezk sogenannte Volksrepubliken ausgerufen haben. Mehr als 13.000 Menschen wurden in dem Konflikt bereits getötet.

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