airliners.de Logo

Treffen der Staatssekretäre A400M: Keine Entscheidung in London

Die Verhandlungen um die Mehrkosten des Airbus A400M gehen in die nächste Runde. Frankreich und die Türkei zeigen sich kompromissbereit und setzen Deutschland unter Druck. Erwartet wird, dass die Verteidigungsminister am Ende über das umstrittene Rüstungsprojekt entscheiden müssen.

Airbus A400M im Endanflug © dpa

Im Poker um Milliarden-Zusatzkosten beim Militär- Transporter Airbus A400M ist keine schnelle Lösung in Sicht. An diesem Donnerstag tagen in London die Staatssekretäre der sieben A400M-Länder, um sich auf eine gemeinsame Haltung im Finanzierungsstreit mit dem Airbus-Konzern EADS zu einigen. Ein Treffen der Verteidigungsminister am 20. Januar soll abgesagt worden sein.

Der größte A400M-Kunde Deutschland steht erheblich unter Druck Frankreich und anderer Partnerstaaten, im Finanzstreit auf EADS zuzugehen. Großbritannien hat nach in Paris kursierenden Berichten eine Preiserhöhung um 25 Prozent auf etwa 135 Millionen Euro pro A400M im Prinzip akzeptiert. Die Türkei ist auch zu Preiserhöhungen bereit.

Erwartet wird, dass die Verteidigungsminister am Ende über das umstrittene Rüstungsprojekt entscheiden müssen. Auch ein Eingreifen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gilt nicht als ausgeschlossen.

Airbus-Chef Thomas Enders hat mit dem Aus für den A400M gedroht, falls die Staaten dem Konzern bei den Mehrkosten nicht entgegenkommen. Enders dringt auf eine Einigung bis Ende Januar. Am 4. und 5. Februar findet das NATO-Ministertreffen in Istanbul statt.

Von: dpa, airliners.de

Lesen Sie jetzt

Lesen Sie mehr über

Rahmenbedingungen Politik Wirtschaft Industrie Airbus Bestellungen & Auslieferungen Airbus A400M