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Bug einer Boeing 787 der United © United
Start einer Boeing 787 der United vom Paine Field in Everett © Boeing
Start einer Boeing 787 der LOT © dpa / Patrick Rodwell
Eine für die Norwegian bestimmte B787 wird in Everett umpositioniert (im Hintergrund eine 787 der Thomson Airways). © AirTeamImages.com / Lee A. Karas
Qatar Airways Boeing 787 © Boeing
Erster Besuch der Ethiopian Airlines mit Boeing 787 am 6.9.2012 am Flughafen Frankfurt © Ethiopian Airlines
Boeing 787 der Air India © Boeing
Start einer Boeing 787 der LAN Airlines © Boeing
Boeing 787 der JAL © Boeing
Erstmals landete am 21.1.2012 eine Boeing 787 der ANA am Flughafen Frankfurt © Fraport AG

Nach gut drei Monaten am Boden können die 787 „Dreamliner“ von Boeing bald wieder im regulären Flugbetrieb eingesetzt werden. Die US-Luftaufsichtsbehörde (FAA) billigte am Donnerstag endgültig das neue Batteriesystem der Passagiermaschine. In einer Direktive machte die FAA genaue Anweisungen für die Reparaturen. Sobald die Flugzeuge umgerüstet seien, dürften sie wieder abheben, sagte ein Sprecher der Behörde.

Die FAA hatte Mitte Januar wegen schmorender APU-Batterien ein Flugverbot für die Dreamliner verhängt, das die Behörden anderer Betreiberländer kurz darauf übernahmen. Vergangene Woche akzeptierte die FAA nach einer Reihe von Testflügen den Plan für ein modifiziertes Batteriesystem bei der Boeing 787. Die Lithium-Ionen-Batterien müssen nun ausgetauscht und mit angepassten Ladegeräten versehen werden, zudem müssen Kühlsysteme eingebaut werden.

Formal gilt die Freigabe der FAA zunächst nur für die USA. Hier verfügt einzig United über Boeing 787. Das japanische Verkehrsministerium erklärte am Freitag, ebenfalls grünes Licht für den Neustart geben zu wollen. Das ist ein wichtiger Schritt, denn ANA All Nippon Airways und Japan Airlines besitzen gut die Hälfte aller bislang ausgelieferten Jets. Sie waren auch die ersten Kunden für Boeings Vorzeigeflieger.

Die zwei japanischen Gesellschaften hätten bereits damit begonnen, die geänderten Batteriesysteme einzubauen, hieß es in Tokio. Ist der Umbau abgeschlossen, stehen Testflüge an. Es wird damit gerechnet, dass der «Dreamliner» ab Juni wieder im kommerziellen Luftverkehr in Japan eingesetzt wird. Die europäische Flugaufsicht EASA hatte am Dienstag das neue Batteriedesign abgesegnet. Bislang verfügt nur die polnische LOT über Dreamliner. Sie plant ebenfalls ab Juni den Jet wieder einsetzen zu können.

Trotz der Probleme mit seinem Prestigeflieger hatte Boeing in den ersten drei Monaten dieses Jahres seinen Profit steigern können. Der US-Flugzeugbauer teilte am Mittwoch mit, dass sein Nettogewinn im Vergleich zum Vorjahresquartal um 20 Prozent auf 1,1 Milliarden Dollar (850 Millionen Euro) gestiegen sei.

"Unsere oberste Priorität in den kommenden Tagen ist, das Vertrauen unserer Kunden in die 787-Flotte voll wiederherzustellen und die Auslieferung der Produktion fortzusetzen", sagte Boeing-Chef Jim McNerney. Dabei zeigte er sich zuversichtlich, dass die Reparaturarbeiten "bis Mitte Mai" beendet seien.

Der US-Verkehrssicherheitsbehörde NTSB zufolge ist die Ursache für das Brandrisiko bei den ursprünglichen Dreamliner-Batterien noch immer nicht geklärt. Anfang Januar war bei einem Dreamliner nach der Landung in Boston im US-Staat Massachusetts ein Feuer ausgebrochen. Eine Woche später musste eine weitere Boeing 787 wegen eines Brandes in Japan notlanden.