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Flugzeuge der Iberia und British Airways in Madrid (Archifoto). © AirTeamImages.com / TT

Die Deutsche Telekom meldet, dass mittlerweile 250 Flugzeuge in der Lage sind, im European Aviation Network (EAN) eine Internetverbindung aufzubauen.

Der Internetzugang wird beim EAN in der Regel nicht über Satelliten bereitgestellt, sondern über LTE-Bodenstationen in Europa. Nur bei längeren Strecken über Wasser kommt S-Band-Technik via Satelliten zum Einsatz. Für kürzere Überquerungen von Wasserflächen reicht in der Regel die Mobilfunktechnik zum Boden.

Derzeit sind es ausschließlich Flugzeuge von IAG, die entsprechend umgerüstet worden sind. Besonders British Airways ist weit vorangekommen. Hier ist laut Telekom bereits die gesamte Kurzstreckenflotte für EAN umgerüstet worden. Weitere vorbereitete Flugzeuge gibt es bei Iberia und dem Lowcost Carrier Vueling. Die Umrüstung ist hier aber jeweils noch nicht abgeschlossen. Weitere Flugzeuge sollen folgen.

Rund 350 LTE-Stationen am Boden

Die Umrüstung auf EAN-Empfang geht nach Telekom-Angaben sehr schnell. Die Antenne für die Bodenstationen sowie die Rückfallebene für S-Band-Satelliten und weitere technische Ausrüstung können binnen neun Stunden eingebaut werden. Die gesamte Technik, die am und im Flugzeug montiert werden muss, wiegt laut Projektpartner Inmarsat nur 60 Kilogramm. Es gebe keine beweglichen Teile, wodurch das Ausfallrisiko ebenso wie die Wartungskosten gering gehalten würden.

Für das EAN hat die Telekom rund 350 LTE-Bodenstationen über ganz Europa verteilt. Das EAN soll auf Flügen in den Lufträumen aller 28 EU-Staaten sowie über Norwegen und der Schweiz eine durchgängige und verlässliche Internetverbindung bieten.

Der Provider verspricht dabei bis dato ungesehene Latenzzeiten und hohe Datenraten an Bord. Die kurzen EAN-Latenzzeiten sorgen vor allem dafür, dass jeder Klick auf einer Webseite möglichst schnell in eine Aktion umgesetzt wird. Und die Bandbreite erlaubt auch aufwendigen Webseiten eine schnelle Reaktion oder sogar das Streaming von Videos an Bord.

Auch die Lufthansa Group hatte in der Vergangenheit Interesse am EAN gezeigt. Auf Kurz- und Mittelstreckenflügen setzen die Airlines der Gruppe aktuell noch auf ein reines Satelliten-Internet von Inmarsat. Damit funktioniert Internet an Bord nicht nur in Europa sondern auch weltweit.