140 Einwände gegen Terminal-3-Zwischenlager in Frankfurt

Wo das Terminal 3 am Frankfurter Flughafen entstehen soll, war früher ein Militärstützpunkt der USA. Belastetes Erdreich von dort soll in ein Zwischenlager kommen. sehr zum Missfallen von Ausbaugegnern und Umweltschützern.

Hier entsteht das neue Terminal 3 am Flughafen Frankfurt. © Fraport

Gegen das Zwischenlager für belastetes Erdreich vom Bau des Terminals 3 des Frankfurter Flughafens haben 140 Personen und Organisationen Einwände erhoben. Sie betreffen nach Angaben des für das Genehmigungsverfahren zuständigen Regierungspräsidiums Darmstadt unter anderem die Abfalleinstufung und Abfallentsorgung, den Grundwasser- und Bodenschutz, Luft- und Schallimmissionen sowie den Naturschutz. Eine für Ende April geplante und wegen der Corona-Krise verschobene Anhörung werden nun am 24. Juni nachgeholt, teilte die Behörde mit.

Bei dem Bauvorhaben fallen immense Mengen von mit polyfluorierten Chemikalien (PFC) verseuchter Erde an. Der Flughafenbetreiber Fraport hatte hierfür sicherheitshalber schon einmal ein zeitlich begrenztes Zwischenlager auf dem Areal beantragt. Gegenstand des Genehmigungsverfahrens ist die Errichtung und der Betrieb des temporären Bodenlagers im Süden des Airports mit einer Gesamt-Kapazität von rund 600 000 Kubikmetern.

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Gegner des Flughafenausbaus und der Deponie für den Erdaushub sind skeptisch. Sie befürchten, dass aus einem Zwischenlager ein Dauerlager werden könnte. Das geplante Zwischenlager soll in unmittelbarer Nachbarschaft der Gemeinde Mörfelden-Walldorf im Kreis Groß-Gerau entstehen.

Von: dk, dpa

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