Zwischenbericht zu Luxair-Bauchrutscher in Saarbrücken

22.02.2016 - 10:22 0 Kommentare

Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) hat ihren Zwischenbericht zum Startunfall einer Luxair-Bombardier Q400 in Saarbrücken vorgelegt. Offenbar konnte das Fahrwerk noch vor dem Abheben eingezogen werden.

Übersicht Rutschspur und Endlage des Flugzeugs.

Übersicht Rutschspur und Endlage des Flugzeugs.
© BFU - Flughafen Saarbrücken

Diese Luxair-Maschine war Ende September auf dem Bauch am Flughafen Saarbrücken gelandet.

Diese Luxair-Maschine war Ende September auf dem Bauch am Flughafen Saarbrücken gelandet.
© dpa - Oliver Dietze

Menschliches Versagen und teschnische Besonderheiten des Flugzeugtyps haben offenbar zum Startunfall einer Luxair Bombardier Q400 am 30. September 2015 in Saarbrücken geführt.

Einem Zwischenbericht des BFU zufolge hatte die Crew das Fahrwerk beim Abheben zu früh eingefahren. Das Missgeschick war den Aufzeichnungen des Cockpit-Voice-Recorders zufolge sofort aufgefallen: "Uups, sorry", sagte die Copilotin, kurz nachdem sich die Nase der Maschine leicht angehoben hatte und im Hintergrund das wahrscheinliche Geräusch des Fahrwerkshebels zu vernehmen war.

Daraufhin schlug das Flugzeug sofort hart mit dem Heck auf den Boden und rutschte rund 800 Meter auf der Startbahn, bevor es zum Stehen kam. Das Flugzeug wurde dabei an Propellern und Rumpf stark beschädigt. Alle Insassen konnten die Maschine unverletzt verlassen.

Neben einer Untersuchung der Arbeitsabläufe im Cockpit beschäftigten sich die Flugunfallermittler auch mit dem Mechanismus, der bei der Bombardier-Maschine die Fahrwerke einfährt. Dabei stellten die Ermittler fest, dass das Hauptfahrwerk einfahren kann, auch wenn es noch am Boden ist. Für die Funktion des Machanismus ist demnach lediglich wichtig, dass das Bugfahrwerk nicht mehr am Boden ist.

In den ersten Berichten zum Unfall hatte es gehießen, die Maschine sei bereits abgehoben und nach Rauchentwicklung an Bord schnell mit eingezogenem Fahrwerk wieder gelandet.

Von: dh
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