Zweistündiger Warnstreik bei Airbus-Zulieferer Flammaerotec

17.06.2016 - 12:05 0 Kommentare

Streik beim Airbus-Zulieferer Flammaerotec in Schwerin: Rund 100 Mitarbeiter haben sich an dem Arbeitskampf beteiligt. Die Gewerkschaft fordert unter anderem mehr Lohn.

Flamm-Aerotec-Werk in Schwerin - © © Flamm-Gruppe -

Flamm-Aerotec-Werk in Schwerin © Flamm-Gruppe

Beim Luftfahrt-Zulieferer Flammaerotec in Schwerin haben Beschäftigte am heutigen Freitag (17. Juni) für zwei Stunden die Arbeit niedergelegt. Rund 100 Mitarbeiter hätten sich an dem Warnstreik beteiligt, sagte Hans-Georg Frericks von der IG Metall. "Der Warnstreik hat pünktlich um sechs Uhr begonnen." Die Gewerkschaft fordert für die Beschäftigten unter anderem höhere Löhne.

Nach Angaben von Gewerkschaftssekretär Frericks stiegen seit Anfang 2013 die Entgelte für die 280 Beschäftigten von Flammaerotec um 120 Euro, die Löhne für Facharbeiter in der Fläche aber um 380 Euro. Die Gewerkschaft verlangt 200 Euro mehr für die Beschäftigten sowie in Anlehnung an den Flächentarifvertrag der IG Metall Küste unter anderem einen Haustarifvertrag mit Altersteilzeit.

Frerick sagte, Flammaerotec habe jetzt eine Schonfrist, um ein "verhandlungsfähiges Angebot" vorzulegen. Sollte dies nicht der Fall sein, werde man mit hoher Wahrscheinlichkeit in der nächsten oder übernächsten Woche bei der IG Metall eine Urabstimmung über einen sogenannten unbefristeten Erzwingungsstreik beantragen.

Die Geschäftsführung sei bereit, im Januar über eine Lohnerhöhung nachzudenken, kündigte Flammaerotec-Geschäftsführer Lothar Brecht an. Die Größenordnung sei vom Ergebnis in diesem Jahr abhängig, das derzeit recht gut aussehe.

Flammaerotec hat im Frühjahr 2006 die Produktion als Zulieferer für Airbus aufgenommen. Hergestellt werden Bauteile aus Edelstahl sowie aus Titan- und Aluminiumlegierungen.

Von: ch, dpa
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